ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2019Diagnostik: Schnelltest reduziert Einsatz von Antibiotika

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Diagnostik: Schnelltest reduziert Einsatz von Antibiotika

Dtsch Arztebl 2019; 116(38): A-1632

dpa; Maybaum, Thorsten

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Der CRPSchnelltest führte zu 40 Prozent weniger Antibiotikaverordnungen. Foto: SubstanceP/iStock
Der CRPSchnelltest führte zu 40 Prozent weniger Antibiotikaverordnungen. Foto: SubstanceP/iStock

Patienten wird seltener ein Antibiotikum verordnet, wenn bei ihnen per CRP-Schnelltest (C-reaktives Protein) nach einer bakteriellen Ursache für den Infekt gesucht worden ist. Das teilte die AOK Sachsen-Anhalt mit. Rund 30 000-mal sei der Schnelltest seit März 2018 bei ihren Versicherten eingesetzt worden. Danach hätten die Ärzte bei mehr als 40 Prozent der Getesteten auf eine mögliche Antibiotikaverordnung verzichtet. Im gleichen Zeitraum sei mehr als 500 000-mal ein Antibiotikum verordnet worden. Für den CRP-Schnelltest sind den Angaben zufolge ein paar Tropfen Blut notwendig. Nach wenigen Minuten erhält der Arzt den Hinweis, ob der Infekt bakteriell verursacht sein könnte. Die AOK appellierte an alle Ärzte, häufiger von dem Test Gebrauch zu machen. In Sachsen-Anhalt erhalten Haus- und Fachärzte seit März 2018 zusätzliches Geld, wenn sie bei Versicherten der AOK Sachsen-Anhalt und der IKK gesund plus einen CRP-Schnelltest einsetzen. Ziel des Projekts, das die beiden Kassen mit Unterstützung der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt und dem Hausärzteverband im Rahmen des Hausarztvertrages angegangen sind, ist es, die Diagnose für die Verordnung von Antibiotika zu verbessern. dpa/may

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