ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2019Alkoholische Getränke: Ärzte unterstützen Petition für Warnlogo

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Alkoholische Getränke: Ärzte unterstützen Petition für Warnlogo

Dtsch Arztebl 2019; 116(38): A-1632

Hillienhof, Arne

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Für ein Warnlogo auf Alkoholika setzt sich eine neue Petition ein. (http://daebl.de/MC36). Foto: dpa
Für ein Warnlogo auf Alkoholika setzt sich eine neue Petition ein. (http://daebl.de/MC36). Foto: dpa

Alkoholkonsum in der Schwangerschaft ist die häufigste Ursache für nicht genetisch bedingte, frühkindliche Fehlbildungen. Eine neue Petition macht sich für ein Warnlogo für Schwangere stark. Gynäkologen und Kinderärzte stellten sich zum Tag des Fetalen Alkoholsyndroms (Fetal Alcohol Spectrum Disorder, FASD) hinter den Vorstoß. Man unterstütze die Petition der Ärztlichen Gesellschaft zur Gesund­heits­förder­ung und des FASD-Netzwerks Nordbayern zur verpflichtenden Kennzeichnung aller alkoholischer Getränke, wie es bereits in anderen Nationen üblich sei, hieß es vom Berufsverband der Frauenärzte (BVF). Jede Schwangere sollte die Möglichkeit erhalten, selbstbestimmt und informiert auf Alkohol zu verzichten, betonte auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. Gleichzeitig wünsche man sich mehr und frühere Aufklärung. In Deutschland kommen laut BVF jährlich etwa 10 000 Kinder mit geistigen und körperlichen Schädigungen zur Welt, weil ihre Mütter während der Schwangerschaft Alkohol getrunken haben. Bis zu 4 000 Neugeborene pro Jahr leiden unter FASD, einer besonders schwerwiegenden, vorgeburtlich entstandenen Schädigung des Kindes. Je nach Schwere kämpfen die Kinder ihr Leben lang mit körperlichen und geistigen Einschränkungen. hil

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