ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2019Onkologie: Neues Forschungsprojekt zu Nebennierenkrebs in Würzburg

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Onkologie: Neues Forschungsprojekt zu Nebennierenkrebs in Würzburg

Dtsch Arztebl 2019; 116(38): A-1665 / B-1375 / C-1347

Hillienhof, Arne

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Ziel des Forschungsprojekts ist eine zielgerichtete und personalisierte Krebstherapie. Foto: nerthuz/stock.adobe.com
Ziel des Forschungsprojekts ist eine zielgerichtete und personalisierte Krebstherapie. Foto: nerthuz/stock.adobe.com

Verbesserte Diagnostik und maßgeschneiderte Therapieangebote für Patientinnen und Patienten, die an Nebennierenkrebs erkrankt sind, wollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität und des Universitätsklinikums Würzburg entwickeln.

„Für das Nebennierenkarzinom gibt es bislang keine zuverlässigen molekularen Prognosefaktoren, keine Prädiktoren für das Ansprechen auf eine Behandlung, keine wirksame zielgerichtete Krebstherapie und keinen personalisierten Behandlungsansatz“, umreißt Pof. Dr. med. Martin Fassnacht, Leiter der Endokrinologie und Diabetologie des Universitätsklinikums Würzburg, die augenblickliche Situation. Gemeinsam mit der Endokrinologin Dr. med. Cristina Ronchi und der Bioinformatikerin Dr. rer. nat. Silke Appenzeller vom Comprehensive Cancer Center (CCC) der Universität Würzburg sucht er in den kommenden drei Jahren nach neuen Zielstrukturen für Diagnose und Therapie des Nebennierenkarzinoms. Die Deutsche Krebshilfe finanziert das Projekt mit rund 450 000 Euro.

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„Wir streben einen personalisierten Ansatz für die Krebstherapie gegen Nebennierenkrebs an, der auf einer molekularen Klassifikation des einzelnen Patienten basiert, zielgerichtete Medikamente verwendet und der auch Patienten angeboten werden kann, die nicht in einem spezialisierten Forschungszentrum operiert werden“, beschreibt Ronchi die wesentlichen Ziele des Projekts. Die Arbeitsgruppe will sich nach eigenen Angaben dabei auf eine begrenzte Anzahl vielversprechender Gene konzentrieren. Ob sich dieser Ansatz tatsächlich dafür eignet, Diagnose und Prognose des Nebennierenkrebses zu verbessern, wollen die Forschenden in einem ersten Schritt an etwa 100 Patienten testen. Im zweiten Schritt wollen sie die Wirksamkeit neuer Therapien untersuchen, die sich aus den Ergebnissen dieser und vorangegangener Studien ergeben. Ziel ist laut Appenzeller, eine einfache molekulare Analyse zu etablieren, die Aufschluss über die individuelle Prognose geben und mögliche Therapieziele vorschlagen kann. hil

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