ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2019Digitalisierung: gematik-Chef will Ärzte besser mitnehmen

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Digitalisierung: gematik-Chef will Ärzte besser mitnehmen

Dtsch Arztebl 2019; 116(38): A-1632

Beerheide, Rebecca

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Der neue Chef der gematik – Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte will dem Haus eine neue Struktur und Arbeitsweise geben. Man wolle statt Aufgabenerfüller Gestalter der Digitalisierung im Gesundheitswesen werden, sagte Markus Leyck Dieken, der seit Juli 2019 im Amt ist, kürzlich in Berlin. Das neue Selbstverständnis der gematik solle künftig „Motor und Forum der digitalen Aufholjagd“ sein. Ein Wandel, den der bisherige Pharmamanager im Haus einführen möchte, ist zum Beispiel der offene Dialog mit allen Gesundheitsberufen und Softwareanbietern. Da der Zeitplan bis zur Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) bis Anfang Januar 2021 sehr knapp sei, werde sich die gematik in den kommenden 15 Monaten Leyck Dieken zufolge auf drei Schlüsselprojekte konzentrieren: die Einführung der ePA, die Gestaltung des elektronischen Rezeptes sowie eine sichere Kommunikationssoftware für die Leistungserbringer (KOM-LE), die allerdings in Konkurrenz zum bereits verfügbaren Service KV-Connect von der KV Telematik steht. Bei der ePA warb Leyck Dieken bei den Vertretern von Kassen sowie Softwareunternehmen, dass sie Ärzte bei der Entwicklung besser integrieren müssen. „Die Krankenkassen rollen die ePA aus, die Ärzte müssen sie aber umarmen.“ Er zeigte sich überzeugt, dass die ePA ohne „die Liebe der Ärzte zum Produkt“ keinen Erfolg haben werde. „Wir brauchen positive Erfahrungen mit den digitalen Lösungen, damit es zum Erfolg wird. Ärzte werden diejenigen sein, die den Erfolg der ePA bringen.“ Daher plane Leyck Dieken, dass die gematik-Mitarbeiter verstärkt mit Anwendern und nicht nur Funktionären in Kontakt kommen, um Interessen und Wünsche der Nutzer kennenzulernen. Er mahnte auch, dass Ärzte mit der ePA künftig ohne Hürden in den Praxisverwaltungssystemen arbeiten können müssten. bee

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