ArchivDeutsches Ärzteblatt38/2019Geburtshilfe: Fast jede zweite Hebamme betreut drei Gebärende zugleich

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Geburtshilfe: Fast jede zweite Hebamme betreut drei Gebärende zugleich

KNA; Maybaum, Thorsten

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Zur Hebammenversorgung hat der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages zwei Gutachten erstellt. Foto: picture alliance/Phanie
Zur Hebammenversorgung hat der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages zwei Gutachten erstellt. Foto: picture alliance/Phanie

Die Geburtshilfe leidet unter Personalmangel. Das zeigen zwei Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages. Diese hatte Sabine Zimmermann (Linke), Vorsitzende des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, angefordert. Der Wissenschaftliche Dienst fasst darin Sachstände, Gutachten und Informationen zur Geburtshilfe auf Bundes- und Landesebene zusammen. Unter anderem wird mit Verweis auf eine Untersuchung von 2015 unter 1 700 Hebammen in Deutschlands Entbindungsstationen darauf hingewiesen, „dass sich fast die Hälfte der Hebammen um drei Frauen gleichzeitig während der Geburt kümmert“. Fachgesellschaften würden eine Eins-zu-eins-Betreuung empfehlen. Klagen über Überlastung gibt es aus allen Bundesländern. Zimmermann nannte die Ergebnisse „erschreckend“. Seit Jahren sei die Geburtshilfe unterfinanziert. Sie forderte eine Eins-zu-eins-Betreuung. kna/may

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