ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2000Unter Anklage: Politisches Kalkül

SPEKTRUM: Leserbriefe

Unter Anklage: Politisches Kalkül

Dtsch Arztebl 2000; 97(5): A-209 / B-167 / C-163

Kreil, Hans-Dieter

Zu dem Beitrag "Jeder kann betroffen sein" von Bernhard Mäulen in Heft 48/1999:
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LNSLNS . . . Insbesondere scheint die strafrechtliche Verfolgung mutmaßlichen ärztlichen Honorarbetrugs politisches Kalkül zu sein.
Der Arzt wird zum Heloten und modernen Leibeigenen in einem auf Dauer kaum lebensfähigen System gemacht, in dem er nur noch Pflichten zu kennen hat, aber keine Rechte mehr besitzt und keinen Anspruch auf Bezahlung und gesellschaftliche Wertschätzung seiner Arbeit mehr erheben darf.
Wie anders sonst sollen die wahrhaft konsumierenden Wucherungen innerhalb der ständig reformierten GKVGebührenordnung zu verstehen sein, die nichts anderem zu dienen scheinen, als ärztlich-unternehmerische Orientierungslosigkeit zu schaffen?
Aus diesem Blickwinkel muss deshalb auch die juristische Jagd auf Ärzte, die sich in eigens ausgelegten Fallstricken und Fußangeln verfangen (sollen), gesehen werden. Dabei mag man als ehrlicher Mensch sagen, und dazu lade ich hiermit jeden Kollegen herzlich ein: "Primär betrügt der (heutige) Arzt nicht, primär wird er betrogen" . . .
Dr. med. Hans-Dieter Kreil, Elisabethstraße 24, 57578 Elkenroth


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