ArchivMedizin studieren2/2019Examensvorbereitung: Intern statt extern

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Examensvorbereitung: Intern statt extern

Medizin studieren, WS 2019/20: 7

Maybaum, Thorsten

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Beim Jurastudium greifen die meisten Studierenden zur Examensvorbereitung auf externe Repetitorien zurück. Medizinstudierende setzen dagegen auf interne Ausbildung.

Foto: vectorfusionart/stock.adobe.com
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Für angehende Juristen ist es seit Jahren gang und gäbe, für Prüfungen zum Staatsexamen – zumeist auf eigene Kosten – Angebote externer Repetitorienanbieter zu nutzen. Die medizinischen Hochschulen in Deutschland vertrauen hingegen nach wie vor auf die eigene Ausbildung, wie eine Umfrage des Deutschen Ärzteblattes (DÄ) in diesem Jahr unter allen 37 staatlichen deutschen Universitäten zeigt, an denen ein Medizinstudium möglich ist. Bis auf zwei Hochschulen haben alle geantwortet.

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Demnach erklärten 31 Universitäten in der Befragung, dass sie nicht mit externen Anbietern zusammenarbeiten. Einige davon gaben an, dass sie es als ureigene Aufgabe der medizinischen Fakultäten ansehen, die Studierenden auf die Examina vorzubereiten, dass sie diese auch bestehen. „Die Medizinische Fakultät der Universität Hamburg und das Dekanat sind von der Qualität des Präsenzunterrichts der Fakultät zur Vorbereitung auf die Staatsexamina überzeugt und stehen daher privaten Anbietern von Repetitorien kritisch gegenüber“, heißt es beispielsweise aus Hamburg. Ähnlich sieht man das in Halle: Es sei die Aufgabe der medizinischen Fakultät, die eigenen Studierenden bestmöglich auf das Examen vorzubereiten.

Dabei setzen eine Reihe von Hochschulen auf zusätzliche Hilfsmittel wie Lernsoftware. So gaben elf Universitäten bei der Befragung an, den Studierenden für die Vorbereitung auf das Examen Zugänge dazu zur Verfügung zu stellen. 18 antworteten, dass sie interne Lernangebote für Studierende bereithalten, um diese unter anderem in speziellen Fachgebieten zusätzlich zu schulen – oder auch auf die Examina vorzubereiten. Durch beides erhoffen sich die Hochschulen, die Studierenden zusätzlich zu schulen. „Durch die Lernprogramme sollen die verschiedenen Lerntypen angesprochen werden“, heißt es etwa vom Universitätsklinikum Bonn. Wie die Nutzung der Programme sich auf die Examensergebnisse auswirke, werde derzeit untersucht.

Mit Gießen gaben lediglich vier Universitäten an, im Medizinstudium auch auf externe Anbieter zurückzugreifen. Neben Duisburg, Essen und Mainz, die diesen Weg seit 2011 beziehungsweise 2015 beschreiten, setzen Tübingen und neuerdings Gießen auf dieses zusätzliche Angebot für Medizinstudierende. Man habe die Angebote 2015 unter anderem eingeführt, um die Examensergebnisse der Mainzer Teilnehmer zu verbessern, hieß es von der Unimedizin Mainz. Die Hilfestellung habe zu einer Verbesserung und Stabilisierung der Examensergebnisse geführt. Finanziert werden die Angebote in Mainz weitgehend durch die Uni, die Studierenden zahlten einen „geringen Selbstkostenanteil“. Gießen ermöglicht dieses zusätzliche Angebot für Medizinstudierende seit diesem Jahr. Für die Studierenden entstehen dabei keine Kosten – diese werden vom Fachbereich Medizin getragen. „Wir haben kein Interesse daran, weniger wohlhabende Studierende zu benachteiligen“, sagte Prof. Dr. med. Dieter Körholz, Studiendekan des Fachbereichs Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU).

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