ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2019CAR-T-Zellen: Ruf nach Erprobung teurer Zelltherapien in Zentren

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CAR-T-Zellen: Ruf nach Erprobung teurer Zelltherapien in Zentren

Dtsch Arztebl 2019; 116(39): A-1696 / B-1402 / C-1374

Hillienhof, Arne

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Neue Krebstherapien mit gentechnologisch veränderten Immunzellen sind zumeist extrem teuer. Foto: Science Photo Library/Steve Gschmeissner
Neue Krebstherapien mit gentechnologisch veränderten Immunzellen sind zumeist extrem teuer. Foto: Science Photo Library/Steve Gschmeissner

Neue Krebstherapien mit gentechnologisch veränderten Immunzellen sollten nur unter sehr kontrollierten Bedingungen in die Versorgung eingeführt werden, weil sie risikoreich und außerdem sehr teuer sind. Dafür haben sich der Verband der Ersatzkassen, der Verband der Universitätsklinika Deutschlands, die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) und die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie ausgesprochen. Seit Ende 2018 stehen laut den Verbänden zwei Verfahren der CAR-T-Zelltherapie gegen aggressive Formen von Blutkrebs zur Verfügung. Laut den Verbänden belaufen sich die Arzneimittelkosten auf mindestens 275 000 Euro pro Patient zuzüglich Behandlungskosten. „Das Wissen über Wirksamkeit und Sicherheit des neuen Verfahrens ist zum Zeitpunkt der Zulassung begrenzt“, sagte Johannes Bruns, Generalsekretär der DKG. Der zeitnahe Zugang zu dieser Therapie sollte dennoch für alle möglich sein, die davon profitieren können. Der Kassenverband und die Verbände fordern daher, die neuen Verfahren zunächst nur in wenigen Innovationszentren anzuwenden. Erst wenn das Verfahren evaluiert und der Nutzen nachgewiesen sei, sollte die Behandlungsmethode in der Regelversorgung zugelassen und von der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung regelhaft finanziert werden. Der Verband der forschenden Arzneimittelhersteller betonte, das Gesundheitssystem sollte für neue Behandlungsformen offen sein und ihnen keine Steine in den Weg legen. hil

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