ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2019Vorbeugender Gesundheitsschutz: Magensäureblocker in der EU zurückgerufen

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Vorbeugender Gesundheitsschutz: Magensäureblocker in der EU zurückgerufen

Dtsch Arztebl 2019; 116(39): A-1694

afp

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Das mögliche Gefährdungspotenzial wird laut BfArM derzeit auf europäischer Ebene wissenschaftlich bewertet. Foto: Andrey Popov/stock.adobe.com
Das mögliche Gefährdungspotenzial wird laut BfArM derzeit auf europäischer Ebene wissenschaftlich bewertet. Foto: Andrey Popov/stock.adobe.com

Die Europäische Arzneimittelagentur hat bestimmte Magensäureblocker mit potenziell krebserregenden Verbindungen zurückgerufen. Es handelt sich um Medikamente mit dem Wirkstoff Ranitidin, wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) informierte. Ranitidinhaltige Arzneimittel werden bei Sodbrennen, zur Behandlung einer Refluxerkrankung und zur Prophylaxe von Magengeschwüren eingesetzt. „Ein akutes Patientenrisiko besteht nicht“, hieß es zugleich. Zurückgerufen wurden demnach alle Chargen von Arzneimitteln, die den vom Hersteller Saraca Laboratories Limited hergestellten Wirkstoff Ranitidin enthalten. Es lägen Indizien vor, dass auch der Wirkstoff weiterer Hersteller von der Verunreinigung betroffen sein könnte. Es gehe um Verunreinigungen mit N-Nitrosodimethylamin (NDMA), besser bekannt als Nitrosamin. In Tierversuchen erwies sich die Substanz als wahrscheinlich krebserregend auch beim Menschen. „Bei einer Aufnahme von sehr geringen Mengen ist keine schädliche Wirkung zu erwarten“, schrieb das Bundesinstitut. Bislang lägen noch nicht für alle ranitidinhaltigen Arzneimittel konkrete Erkenntnisse darüber vor, ob und in welchen Konzentrationen sie Verunreinigung enthielten. Der Rückruf erfolge aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes. afp

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