ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2019Benno Parthier †: Wegbereiter für die Nationale Akademie

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Benno Parthier †: Wegbereiter für die Nationale Akademie

Dtsch Arztebl 2019; 116(39): A-1733 / B-1429 / C-1401

Richter-Kuhlmann, Eva

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Benno Parthier, Foto: David Ausserhofer für die Leopoldina
Benno Parthier, Foto: David Ausserhofer für die Leopoldina

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina trauert um ihren Altpräsidenten. Prof. Dr. rer. nat. Benno Parthier leitete von 1990 bis 2003 die Leopoldina, führte sie durch die Zeiten der politischen Wende und schuf die Grundlagen für ihre Ernennung zur Nationalen Akademie der Wissenschaften im Jahr 2008. Am 25. August dieses Jahres starb Parthier im Alter von 87 Jahren.

„Wir verdanken ihm, dass die Akademie ihren Platz im gesamtdeutschen Wissenschaftssystem gefunden hat“, sagte Prof. Dr. rer. nat. Jörg Hacker, amtierender Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Als Wissenschaftler habe er zudem herausragende Erkenntnisse gewonnen, unter anderem zu den genetischen, molekularbiologischen und biochemischen Grundlagen der Biosynthese.

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Parthier studierte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Biologie. Von 1967 bis 1990 leitete er die molekularbiologische Abteilung am Institut für Biochemie der Pflanzen der Akademie der Wissenschaften der DDR. 1990 wählte das Präsidium der Leopoldina ihn zum Präsidenten; 1991 ernannte ihn das Kultusministerium Sachsen-Anhalt zum Gründungs-direktor des Leibniz-Instituts für Pflanzenbiochemie (IPB). 1993 berief die Universität Halle Parthier zum Professor für Zellbiochemie.

Parthier war bekannt für seine mitreißenden Vorlesungen. Er trug wesentlich dazu bei, dass der Standort Halle für angehende junge Wissenschaftler attraktiv wurde und dass dort 1967 der Studiengang Biochemie erstmals an einer deutschen Universität eingeführt wurde. Dr. med. Eva Richter-Kuhlmann

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