ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2019Randnotiz: Das Faxgerät ist so gut wie tot

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Randnotiz: Das Faxgerät ist so gut wie tot

Dtsch Arztebl 2019; 116(39): A-1693 / B-1401 / C-1373

Maybaum, Thorsten

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Das Faxgerät war über Jahrzehnte ein lieb gewonnener Begleiter vieler Menschen im Berufsalltag. Es bedeutete eine einfache und meist – ausgenommen viele Seiten – relativ zügige Datenübermittlung. Die moderne Kommunikation, allen voran die E-Mails und die einfache Übertragung von großen Datenmengen, haben es immer mehr in den Hintergrund gedrängt. Jetzt gibt es neue Gründe, warum das Faxgerät bald tot ist. Eine Umfrage des Branchenverbands Bitkom unter mehr als 900 Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und 18 Jahren ergab, dass drei von zehn Jugendlichen zwischen zehn und 18 Jahren (28 Prozent) noch nie von Faxgeräten gehört haben. Je jünger die Jugendlichen, desto weniger bekannt ist das Fax: Von den Zehn- bis Elfjährigen weiß die Hälfte (49 Prozent) nicht, was damit gemeint ist. Bei den sechs- bis siebenjährigen Kindern haben erst 15 Prozent schon einmal davon gehört. Dem Fax droht das Schicksal übrigens nicht alleine. Die Diskette ist bei mehr als 56 Prozent zwischen zehn und 18 Jahren unbekannt. Bei den Zehn- bis Elfjährigen kann sich sogar nur rund ein Fünftel etwas unter einer Diskette vorstellen. Fast vergessen sind Geräte wie die Mini-Disc oder der Pager. Und wer noch das Wählscheibentelefon – mit dem man bei Radiogewinnspielen stets das Nachsehen hatte – kennt, ist meistens auch älter. Der Umfrage zufolge kann 32 Prozent der Zehn- bis 18-Jährigen damit nichts anfangen. Und so kommt es vor, dass intelligente Kinder im Spionagemuseum in Berlin nicht mehr an Informationen hinter einer Nummer kommen, bei denen das Wählscheibentelefon bedient werden muss.

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