ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2019Aktionswoche: Klimaschutz ist Gesundheitsschutz

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Aktionswoche: Klimaschutz ist Gesundheitsschutz

Dtsch Arztebl 2019; 116(39): A-1692 / B-1400 / C-1372

Maybaum, Thorsten

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Ärzte und Medizinstudierende beteiligten sich an der Demonstration für mehr Klimaschutz in Berlin. Foto: Maybaum
Ärzte und Medizinstudierende beteiligten sich an der Demonstration für mehr Klimaschutz in Berlin. Foto: Maybaum

Die Ärzte in Deutschland setzen sich für den Klimaschutz ein und fordern von der Politik, die Pariser Klimaschutzziele einzuhalten. „Gesundheit und Wohlergehen der Menschen hängen ganz wesentlich vom Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen ab. Klimaschutz ist deshalb immer auch Gesundheitsschutz“, sagte der Präsident der Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Dr. med. (I) Klaus Reinhardt, anlässlich der weltweiten Aktionswoche für das Klima, an der sich auch Ärzte und Medizinstudierende beteiligten. „Klimaschutz = Gesundheitsschutz“ stand auch auf einem Pla-kat von Ärzten des Marburger Bundes (MB) bei einer Demonstration am vergangenen Freitag in Berlin. Der Stopp des vom Menschen gemachten Klimawandels und damit seiner Folgen auf die menschliche Gesundheit müsse absolute Priorität auch im gesundheitspolitischen Handeln bekommen, sagte Dr. med. Peter Bobbert, Vorsitzender des Marburger-Bund-Landesverbandes Berlin/Brandenburg, laut einer Mitteilung. Er mahnte, Ärzte müssten auch mit daran arbeiten, dass das Gesundheitswesen selbst klimafreundlicher werde. In Deutschland sei das Gesundheitswesen für 5,2 Prozent der gesamten CO2-Emissionen verantwortlich und damit für mehr Treibhausgase als der Flugverkehr. Reinhardt kündigte erneut an, dass sich der nächste Deutsche Ärztetag im Mai 2020 mit den gesundheitlichen Auswirkungen der Erderwärmung auf die Gesundheit befassen will. Man wolle mit ausgewiesenen Experten sowohl die direkten Folgen des Klimawandels auf den menschlichen Körper, als auch die indirekten Folgen für die globale Gesundheit diskutieren, so der BÄK-Präsident. Ziel sei, dass auch gesundheitliche Aspekte in die Klimapolitik der Regierung einfließen. may

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