ArchivDeutsches Ärzteblatt39/2019Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung: Spahn will Homöopathie nicht antasten

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Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung: Spahn will Homöopathie nicht antasten

Dtsch Arztebl 2019; 116(39): A-1694

dpa; Gießelmann, Kathrin

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Über die Homöopathie wird immer wieder heftig debattiert. Foto: Björn Wylezich/stock.adobe.com
Über die Homöopathie wird immer wieder heftig debattiert. Foto: Björn Wylezich/stock.adobe.com

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) will Kostenübernahmen für homöopathische Arzneimittel durch die Krankenkassen nicht antasten. Er verwies in Berlin beim „Berliner Salon“ des Redaktionsnetzwerks Deutschland darauf, dass die Kassen bei Arzneimittelausgaben von rund 40 Milliarden Euro im Jahr etwa 20 Millionen für Homöopathie bezahlten. Darüber könne man emotional diskutieren und dabei vielen vor den Kopf stoßen, sagte Spahn. Oder man könne sich fragen, ob es das angesichts der gesamten Größenordnung wert sei. Er habe sich entschlossen, es sei „so okay“. In Frankreich sollen homöopathische Arzneimittel ab 2021 nicht mehr erstattet werden. Auch in Deutschland wird darüber diskutiert. Wer solche Mittel haben wolle, solle sie erhalten, „aber bitte nicht auf Kosten der Solidargemeinschaft“, hatte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. med. Andreas Gassen, gesagt. Er verwies auf nicht ausreichende wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit. Homöopathie gehört nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung. Allerdings erstattet ein Großteil der Krankenkassen die Behandlungskosten für homöopathische Mittel über die Satzungsleistungen, weil es eine Nachfrage gibt. Für Kassen ist das ein Wettbewerbsinstrument. dpa/gie

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