ArchivDÄ-TitelSupplement: PerspektivenKardiologie 2/2019Koronare Herzkrankheit: Aktuelle Aspekte der Behandlung

Supplement: Perspektiven der Kardiologie

Koronare Herzkrankheit: Aktuelle Aspekte der Behandlung

Dtsch Arztebl 2019; 116(40): [4]; DOI: 10.3238/PersKardio.2019.10.04.01

Neumann, Franz-Josef

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In Deutschland leiden etwa 9,3 % der 40- bis 79-Jährigen an der koronaren Herzkrankheit (KHK). Um deren Folgeschäden entgegenzuwirken, feilen die Wissenschaftler an der Optimierung von Prävention und Therapie. Eine Reihe von Studien liefern dafür die Basis.

Querschnitt durch atherosklerotische Koronararterie mit deutlicher Verengung des Lumens. Foto: Science Photo Library VISUALS UNLIMITED, INC. FREDERICK C. SKVARA, MD
Querschnitt durch atherosklerotische Koronararterie mit deutlicher Verengung des Lumens. Foto: Science Photo Library VISUALS UNLIMITED, INC. FREDERICK C. SKVARA, MD

In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche neue Studien zur Behandlung der koronaren Herzkrankheit (KHK) publiziert, die eine Aktualisierung bestehender Behandlungskonzepte erfordern. Diese Studien und die entsprechenden therapeutischen Konsequenzen sind in neuere Leitlinien eingeflossen, unter anderem Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) und der Europäischen Gesellschaft für Herz- und Thoraxchirugie (EACTS) zur Myokardrevaskularisation aus 2018 (1) und der ESC zu chronischen Koronarsyndromen aus 2019 (2).

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Die Änderung der Nomenklatur von stabiler KHK zu CCS (chronisches Koronarsyndrom) verdeutlicht, dass die grundlegende Pathologie bei der KHK, die Akkumulation atherosklerotischer Plaques, ein dynamischer Vorgang ist, der lebensbedrohliche thrombotische Ereignisse wie Herzinfarkt nach sich ziehen kann (siehe auch Beitrag „Chronisches Koronarsyndrom“, Seite 12).

Lebensstilberatung

Ein gesunder Lebensstil mit Verzicht auf Rauchen, körperlicher Aktivität, gesunder Ernährung und gesundem Körpergewicht (Tabelle 1) reduziert die Sterblichkeit und das Risiko kardiovaskulärer Ereignisse zusätzlich zu dem, was durch andere Maßnahmen der Sekundärprävention erreicht werden kann. Der Nutzen eines optimierten Lebensstils macht sich bereits 6 Monate nach einem kardiovaskulären Ereignis bemerkbar. Die Lebensstilberatung ist deshalb integraler Bestandteil der Behandlung von Patienten mit KHK. Bei jeder ärztlichen Vorstellung sollten Lebensstilfaktoren erfragt und gesundes Verhalten, einschließlich Adhärenz mit der Medikation, verstärkt werden.

Prinzipien der Lebensstilberatung von Patienten mit KHK (2)
Prinzipien der Lebensstilberatung von Patienten mit KHK (2)
Tabelle 1
Prinzipien der Lebensstilberatung von Patienten mit KHK (2)
Risikofaktor-Modifikation bei Patienten mit KHK (2)
Risikofaktor-Modifikation bei Patienten mit KHK (2)
Tabelle 2
Risikofaktor-Modifikation bei Patienten mit KHK (2)

Eine randomisierte Studie ergab, dass eine nachhaltige Unterstützung des Patienten (intensiv während der ersten 6 Monate, dann halbjährlich für 3 Jahre) im Vergleich zur üblichen Versorgung zu einer signifikanten Verbesserung der Risikofaktoren und einer Abnahme des kardiovaskulären Risikos führte (3). Als wichtigen neuen Aspekt ließ sich kürzlich zeigen, dass E-Zigaretten im Vergleich zur medikamentösen Nikotinersatztherapie die Chancen erhöhen, mit dem Rauchen aufzuhören (4).

Medikamentöse Therapie

Antianginöse Medikation: Basis der antianginösen Therapie sind Betablocker und Kalziumantagonisten allein oder in Kombination. In zweiter Linie behalten langwirksame Nitrate ihre angestammte Rolle in der antianginösen Therapie. Aufgrund neuerer Studien kommen weitere antianginöse Substanzen – in Deutschland Ranolazin und Ivabradin (nur bei hoher Herzfrequenz unter maximal tolerierter Betablockertherapie [5]) – in Betracht (2).

Präventive antithrombotische Therapie: Bei chronischen Koronarsyndromen (d. h. 1 Jahr nach überstandenem akuten Koronarsyndrom [AKS] oder 6 Monate nach elektiver perkutaner Koronarintervention [PCI]), ist bei Patienten ohne Indikation zur Antikoagulation die Therapie mit Acetylsalicylsäure (ASS) Standard in der Sekundärprävention. Neuere Studien zeigen, dass die Sekundärprävention signifikant verbessert wird, wenn eine zweite antithrombotische Substanz hinzugenommen wird.

Dedizierte randomisierte Studien hierzu liegen für niedrig dosiertes Rivaroxaban (2-mal 2,5 mg, sog. vaskuläre Dosis) (6) und für Ticagrelor (7) vor.

Konsistente Befunde ergaben sich auch in Subgruppenanalysen zu Studien mit Clopidogrel, Prasugrel und Vorapaxar (812).

In jeder Studie ging jedoch die Verminderung kardiovaskulärer Ereignisse mit einer erhöhten Inzidenz von Blutungen einher. Schwere und moderate Blutungen sind mit einer erhöhten Sterblichkeit im weiteren Verlauf assoziiert. So fand sich – abgesehen von der Studie mit der vaskulären Dosis von Rivaroxaban mit einem zumindest nominal signifikanten P-Wert – in keiner der oben genannten Studien eine signifikante Reduktion der Sterblichkeit durch die intensivierte antithrombotische Therapie.

Basierend auf den neuen Daten sehen die aktuellen ESC-Leitlinien zur KHK („CCS“) in der ergänzenden Therapie mit einer zweiten antithrombotischen Substanz zusätzlich zu ASS eine gute Möglichkeit, bei Patienten mit hohem ischämischen Risiko und niedrigem Blutungsrisiko die Sekundärprävention zu verbessern, und empfehlen, dieses neue Therapieprinzip deutlich häufiger als bisher einzusetzen (2). Aufgrund fehlender Vergleichsdaten wird keine Präferenz für eine der Substanzen gegeben.

Cholesterinsenkende Therapie: Eine Senkung der Konzentration von LDL-Cholesterin im Blut vermindert die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität sowie die Gesamtsterblichkeit. Das Ausmaß der Risikoreduktion korreliert dabei linear mit dem Ausmaß der Senkung des LDL-Cholesterins.

Neuere Studien mit PCSK9-Inhibitoren haben gezeigt, dass eine Senkung des LDL-Cholesterins auf deutlich unter den konventionellen Zielwert von 70 mg/dl zu einer weiteren Senkung der kardiovaskulären Ereignisse führt (13, 14). Die Studien hierzu hatten jedoch keine ausreichende Teststärke, um eine weitere Senkung der Sterblichkeit ausgehend von einem bereits erreichten niedrigen Niveau zu analysieren. Selbst LDL-Cholesterin-Konzentrationen von um die 30 mg/dl wurden gut vertragen (15, 16). Hinweise auf kognitive Störungen ergaben sich auch bei sehr sorgfältiger Analyse nicht.

Die neuen Leitlinien der ESC zusammen mit der European Atherosclerosis Society leiten aus der neuen Datenlage ab, dass bei Patienten mit KHK ein Zielwert von < 55 mg/dl LDL Cholesterin anzustreben ist (17). Wird dieser Zielwert mit der maximal tolerierten Statin-Medikation nicht erreicht, sollte Ezetimib hinzugenommen werden.

Bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit und hohem Risiko sind zusätzlich PCSK9-Inhibitoren empfohlen (IA), wenn der Zielwert von < 55 mg/dl weiter verfehlt wird. Entsprechend der linearen Beziehung zwischen Cholesterinsenkung und Risikoreduktion ist zu erwarten, dass PCSK9-Inhibitoren bei Patienten mit deutlich über dem Zielbereich liegendem LDL-Cholesterin eine deutlich stärkere Risikoreduktion erzielen als in den Studien bei Patienten mit bereits niedrigem Ausgangsniveau für LDL-Cholesterin.

Blutdruckeinstellung und Hemmung des Renin-Angiotensin-Systems (RAS): Die arterielle Hypertonie ist ein bedeutsamer Risikofaktor für die Entstehung und die Progression der koronaren Herzkrankheit. Neuere Studien belegen den Wert einer strikten Blutdruckeinstellung (18). Entsprechend diesen Daten sollten bei Patienten mit arterieller Hypertonie systolische Blutdruckwerte von:

  • 120–130 mmHg bei unter 65-Jährigen und
  • 130–140 mmHg bei über 65-Jährigen

erreicht werden (2). Die diastolischen Werte sollten zwischen 70 und 80 mmHg liegen.

Bei Patienten mit Angina pectoris oder eingeschränkter linksventrikulärer Funktion rücken Betablocker in die erste Behandlungslinie vor. Von besonderer Bedeutung sind RAS-Blocker. In erster Linie „Angiotensin-converting-enzyme“-Inhibitoren, alternativ Angiotensin-Rezeptorblocker, sind bei Patienten mit eingeschränkter linksventrikulärer Funktion oder Diabetes mellitus auch unabhängig vom Vorliegen einer arteriellen Hypertonie indiziert.

Ältere Daten zeigen einen gefäßprotektiven Effekt der RAS-Blockade unabhängig vom Vorliegen einer linksventrikulären Funktionseinschränkung, eines Diabetes oder einer arteriellen Hypertonie (19). Neuere Metaanalysen stellen dies infrage (20). RAS-Blocker aus einem rein gefäßprotektiven Ansatz sollten daher nur ausnahmsweise bei Patienten mit sehr hohem kardiovaskulärem Risiko in Betracht gezogen werden (2).

Antidiabetische Medikation: Patienten mit Diabetes mellitus und koronarer Herzkrankheit sind einem besonders hohen kardiovaskulären Risiko ausgesetzt. Für die meisten oralen Antidiabetika ließ sich in früheren Studien kein positiver Effekt auf das Risiko kardiovaskulärer Ereignisse nachweisen.

Erst neuere Studien mit Sodium-Glukose-Co-Transporter-2-(SGLT2-)Inhibitoren (21, 22) und Glucagon-like-peptide-1-(GLP-1-)Rezeptoragonisten (2325) zeigen eine signifikante Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse.

In den Studien mit dem SGLT2-Inhibitor Empagliflozin und den GLP-1-Rezeptoragonisten Liraglutid oder Semaglutid schloss dies eine signifikante Verminderung der Sterblichkeit mit ein. Aufgrund dieser Datenlage empfehlen die aktuellen Leitlinien den Einsatz von SGLT2-Inhibitoren und GLP-1-Rezeptoragonisten (2).

Myokardrevaskularisation

Indikation: Um die Indikation zur Myokardrevaskularisation zu stellen, reicht die alleinige angiografische Beurteilung der Koronaranatomie in der Regel nicht aus. Vielmehr muss die hämodynamische Relevanz von Koronarstenosen nachgewiesen sein, entweder mittels nichtinvasiver funktioneller Bildgebung (z. B. Stressechokardiografie oder kardiale Magnetresonanztomografie mit Stress) oder intrakoronarer hämodynamischer Beurteilung mittels fraktioneller Flussreserve (FFR) oder „instantaneous wave-free ratio“ (iwFR) (2628). Eine Ausnahme hiervon sind lediglich höchstgradige Stenosen (> 90 %) in großen Koronargefäßen.

Wenn trotz antianginöser Therapie relevante Symptome der Myokardischämie wie Angina pectoris oder Dyspnoe vorliegen, besteht eine symptomatische Indikation zur Myokardrevaskularisation. Hierbei sind die Wünsche des Patienten zur antianginösen Therapie zu berücksichtigen, sodass zuvor nicht unbedingt das volle Potenzial der antianginösen Therapie ausgeschöpft werden muss (1).

Unabhängig von Symptomen verbessert die Myokardrevaskularisation das Überleben, wenn eine hämodynamisch relevante Stenose des linken Hauptstamms oder des proximalen Ramus interventricularis anterior (LAD), eine Mehrgefäßerkrankung mit eingeschränkter linksventrikulärer Funktion oder ein großes Ischämieareal von > 10 % des linken Ventrikels vorliegen (1).

In einer neueren Metanalyse konnte ferner gezeigt werden, dass bei Stenosen mit einer FFR ≤ 0,8 % (entsprechend iwFR ≤ 0,89) die Myokardrevaskularisation im Vergleich zur rein medikamentösen Therapie das Risiko späterer Infarkte sowie das kombinierte Risiko von Tod und Infarkt im Verlauf von 5 Jahren reduziert (29). Hieraus ergibt sich eine weitere prognostische Indikation zur Myokardrevaskularisation.

Bei geeigneter Indikation sind sowohl die PCI als auch die koronare Bypassoperation (CABG) in der Lage, die Prognose des Patienten zu verbessern (30). Die 1- und 2-Gefäß-Erkrankung ist die Domäne der PCI mit modernen medikamentenbeschichteten Stents (DES); nur bei proximaler LAD-Stenose kommt die CABG gleichrangig in Betracht.

Bei Patienten mit 3-Gefäß-Erkrankung und/oder Hauptstammstenose ermöglichen neuere Studien eine zunehmend evidenzbasierte Entscheidungsfindung für die Wahl zwischen PCI und CABG.

Generell gilt bei dieser Patientengruppe, dass die PCI mit einer schnelleren Erholung und einem niedrigeren periinterventionellen Risiko, insbesondere Schlaganfallrisiko (31), einhergeht als die CABG, dass die CABG jedoch im Langzeitverlauf die Sterblichkeit, das Herzinfarktrisiko und die Notwendigkeit von Zweitinterventionen im Vergleich zur PCI reduziert (32).

Der langfristige Vorteil der CABG ist umso ausgeprägter, je komplexer der Koronarbefund ist. So ließ sich in einer 2018 publizierten, auf individuellen Patientendaten beruhenden Metaanalyse kein Überlebensvorteil der CABG nachweisen, wenn eine Hauptstammstenose oder Mehrgefäßerkrankung mit wenig komplexem Koronarbefall vorlag (32, 33).

Der langfristige Vorteil der CABG fand sich jedoch bei Patienten mit komplexem Koronarbefall (Grafik 1) (32, 33). Neben der anatomischen Komplexität des Koronarbefalls, die anhand des SYNTAX-Scores quantifiziert werden sollte, ist der Diabetes mellitus ein wichtiger Modifikator des Behandlungseffekts.

Bedeutung der anatomischen Komplexität des Koronarbefalls, stratifiziert nach dem SYNTAX-Score, für das 5-Jahres-Überleben von Patienten mit 3-Gefäß-Erkrankung und/oder Hauptstammstenose nach CABG oder PCI (mod. nach [47])
Bedeutung der anatomischen Komplexität des Koronarbefalls, stratifiziert nach dem SYNTAX-Score, für das 5-Jahres-Überleben von Patienten mit 3-Gefäß-Erkrankung und/oder Hauptstammstenose nach CABG oder PCI (mod. nach [47])
Grafik 1
Bedeutung der anatomischen Komplexität des Koronarbefalls, stratifiziert nach dem SYNTAX-Score, für das 5-Jahres-Überleben von Patienten mit 3-Gefäß-Erkrankung und/oder Hauptstammstenose nach CABG oder PCI (mod. nach [47])

Bei Diabetes mellitus ist der langfristige Vorteil der CABG im Vergleich zur PCI bei Patienten mit Mehrgefäßerkrankung sehr viel ausgeprägter als ohne Diabetes mellitus (Grafik 2) (32).

Bedeutung des Diabetes mellitus für das 5-Jahres-Überleben von Patienten mit 3-Gefäß-Erkrankung und/oder Hauptstammstenose nach CABG oder PCI (mod. nach [47])
Bedeutung des Diabetes mellitus für das 5-Jahres-Überleben von Patienten mit 3-Gefäß-Erkrankung und/oder Hauptstammstenose nach CABG oder PCI (mod. nach [47])
Grafik 2
Bedeutung des Diabetes mellitus für das 5-Jahres-Überleben von Patienten mit 3-Gefäß-Erkrankung und/oder Hauptstammstenose nach CABG oder PCI (mod. nach [47])

Basierend auf diesen Daten gibt die aktuelle Leitlinie der ESC die in Grafik 3 zusammengefassten Empfehlungen für die Wahl zwischen PCI und CABG bei Patienten mit Hauptstammstenose oder 3-Gefäß-Erkrankung, die prinzipiell für beide Verfahren geeignet sind. Dazu gehört, dass ein niedriges perioperatives Risiko besteht und dass mit beiden Verfahren eine komplette Revaskularisation erreicht werden kann.

Empfehlungen der ESC/EACTS zur Wahl zwischen PCI oder CABG bei Patienten mit 3-Gefäß-Erkrankung und/oder Hauptstammstenose (mod. nach [48])
Empfehlungen der ESC/EACTS zur Wahl zwischen PCI oder CABG bei Patienten mit 3-Gefäß-Erkrankung und/oder Hauptstammstenose (mod. nach [48])
Grafik 3
Empfehlungen der ESC/EACTS zur Wahl zwischen PCI oder CABG bei Patienten mit 3-Gefäß-Erkrankung und/oder Hauptstammstenose (mod. nach [48])

Die komplette Revaskularsiation ist eine entscheidende Voraussetzung für den prognostischen Gewinn einer CABG oder PCI; nur bei kompletter Revaskularisation kann das Langzeitergebnis der PCI mit dem CABG gleichziehen (34, 35). Die Möglichkeit zur kompletten Revaskularisation spielt deshalb für Wahl zwischen PCI und CABG eine entscheidende Rolle (1).

Beim Koronarsyndrom steht die zeitgerechte PCI der auslösenden Läsion im Vordergrund. Bei akutem Myokardinfarkt mit ST-Hebung muss dies spätestens innerhalb von 2 Stunden nach medizinischem Erstkontakt erfolgen. Auch hier sollte eine komplette Revaskularisation angestrebt werden. Dies kann entweder noch während der Primärintervention (außer bei kardiogenem Schock [36]) oder im Intervall, am besten noch während des initialen stationären Aufenthalts, mittels PCI erfolgen. Die CABG ist eine gute Option für Patienten, bei denen die PCI technisch nicht möglich ist.

Nach einer neueren Metaanalyse sollten bei stabilisierten Patienten mit Myokardinfarkt ohne ST-Hebung für die Wahl des Revaskularisationsverfahrens die gleichen Kriterien angewandt werden wie bei stabiler Angina pectoris (37).

Trotz evidenzbasierter Kriterien wird häufig eine personalisierte Empfehlung des Herz-Teams, bestehend aus Kardiologen, Herzchirurgen und Anästhesisten, notwendig sein, wobei zahlreiche individuelle Faktoren zu berücksichtigen sind. Dabei müssen die Wünsche des Patienten in die Entscheidungsfindung einfließen. Lehnt ein vom Herz-Team umfassend aufgeklärter Patient die CABG ab, so sollte ihm eine mögliche PCI nicht verweigert werden, auch wenn dies mutmaßlich das langfristig nur zweitbeste Verfahren ist (1).

Antithrombotische Therapie nach Myokardrevaskularisation: Neuere Studien haben gezeigt, dass mit modernen DES das Risiko einer Stentthrombose, sowohl subakut als auch chronisch, eher niedriger ist als nach unbeschichteten Metallstents (BMS) (38, 39). Hieraus ergibt sich, dass generell die Verwendung von modernen DES empfohlen wird und dass insbesondere eine erwünschte Verkürzung der dualen antithrombozytären Therapie (DAPT) nach Stentimplantation keine Indikation für BMS darstellt.

Generell wird nach Stentimplantation unabhängig vom Stenttyp bei stabiler KHK eine 6-monatige DAPT mit ASS und Clopidogrel empfohlen, bei Stentimplantation im AKS eine 12-monatige mit ASS und Ticagrelor oder Prasugrel (40). Aufgrund neuerer Daten zur Nutzen-Risiko-Relation ist eine individuelle Anpassung der Dauer der antithrombozytären Therapie auf dem Boden des individuellen Blutungs- und Ischämierisikos sowie aufgrund der individuellen Bedürfnisse des Patienten sinnvoll. So kann die Dauer der DAPT bei hohem Blutungs- und niedrigem Ischämierisiko bei stabiler Angina pectoris auf 3 Monate und nach AKS auf 6 Monate verkürzt werden.

Das Gleiche gilt auch für notwendige operative Eingriffe. Bei dringlicher Operationsindikation kann die Dauer der DAPT notfalls auf einen Monat verkürzt werden. Eine weitere Verkürzung wäre jedoch mit einem exorbitanten Stentthromboserisiko verbunden. Umgekehrt sollte bei hohem Ischämie- und niedrigem Blutungsrisiko die Dauer der dualen antithrombotischen Therapie verlängert werden. Hier gelten die oben dargestellten Überlegungen zur präventiven antithrombotischen Therapie.

Zu Patienten mit PCI und Indikation zur oralen Antikoagulation hat es in jüngster Zeit mehrere Studien gegeben (4143). Schon früh konnten die Studien zur Antikoagulation bei nicht valvulärem Vorhofflimmern zeigen, dass der Vorteil der nicht-Vitamin-K-abhängigen oralen Antikoagulanzien (NOAK) gegenüber den Vitamin-K-Antagonisten (VKA) auch vor dem Hintergrund einer begleitenden antithrombozytären Therapie erhalten bleibt (44, 45). Dies bestätigte sich jüngst im direkten randomisierten Vergleich von Apixaban mit VKA (43).

Entsprechend sind NOAK in der Therapie von Patienten mit PCI und nichtvalvulärem Vorhofflimmern zu bevorzugen. 4 Studien, davon 3 neuere mit NOAK, beschäftigen sich mit der Frage, ob eine duale antithrombotische Therapie mit Antikoagulation plus Clopidogrel ausreichend ist (4143, 46). Alle 4 Studien zeigen im Vergleich zur Dreifachtherapie (Antikoagulation, ASS, Clopidogrel) eine Reduktion des Blutungsrisikos durch die Zweifachtherapie.

In keiner der Studien fand sich eine signifikante Erhöhung des Schlaganfall- oder Stentthromboserisikos. Basierend auf diesen Studien ist auch die duale antithrombozytäre Therapie nach PCI für Patienten mit Indikation zur Antikoagulation eine mögliche Behandlungsoption.

Zu bedenken ist jedoch, dass keine der Studien genügend Teststärke hatte, um eine ausreichende Effektivität der dualen antithrombotischen Therapie in Bezug auf die Stentthrombose zu überprüfen, und dass sich zum Teil ein Trend in Richtung einer erhöhten Stentthromboserate bei dualer Therapie ergab. Pragmatisch sollte auch hier das individuelle Ischämie- und Blutungsrisiko abgewogen werden. Für die meisten Patienten lässt sich so die Dauer der Dreifachtherapie verkürzen.

Entsprechend den aktuellen Leitlinien kann bei niedrigem Stentthrombose-Risiko ASS mit Entlassung abgesetzt werden. Bei überwiegendem Ischämierisiko sollte ASS dagegen über einen längeren Zeitraum mitgeführt werden, je nach Risikoabwägung reicht dies von 1 Monat bis zu 6 Monaten. Clopidogrel sollte für 1 Jahr mitgeführt werden.

Weitere ärztliche Versorgung

  • Die Myokardrevaskularisation ersetzt nicht die optimale konservative Therapie mit Lebensstilberatung und medikamentöser Risikofaktormodifikation. Entsprechend sollten auch asymptomatische Patienten regelmäßig ärztlich gesehen werden, um eine optimale Sekundärprävention zu gewährleisten.
  • Bei Auffälligkeiten im Belastungstest, die ein mäßiges oder hohes Risiko anzeigen, ist eine Reangiografie indiziert.
  • Wegen der geringen Sensitivität und Spezifität des Belastungs-EKGs sollte der Funktionstest immer mit einem bildgebenden Verfahren erfolgen.
  • Nach komplexen Koronarinterventionen mit hohem Ischämierisiko kann eine angiografische Überprüfung 3–12 Monate nach Intervention auch bei asymptomatischen Patienten erwogen werden (1).

DOI: 10.3238/PersKardio.2019.10.04.01

Prof. Dr. Franz-Josef Neumann

Universitäts-Herzzentrum Freiburg – Bad Krozingen,

Klinik für Kardiologie und Angiologie I

Interessenkonflikt: Prof. Neumann erhielt als Honorarverantwortlicher Gelder für klinische Studien von den Firmen Boston Scientific und Biotronic.

Literatur im Internet:
www.aerzteblatt.de/lit4019

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Bedeutung der anatomischen Komplexität des Koronarbefalls, stratifiziert nach dem SYNTAX-Score, für das 5-Jahres-Überleben von Patienten mit 3-Gefäß-Erkrankung und/oder Hauptstammstenose nach CABG oder PCI (mod. nach [47])
Bedeutung der anatomischen Komplexität des Koronarbefalls, stratifiziert nach dem SYNTAX-Score, für das 5-Jahres-Überleben von Patienten mit 3-Gefäß-Erkrankung und/oder Hauptstammstenose nach CABG oder PCI (mod. nach [47])
Grafik 1
Bedeutung der anatomischen Komplexität des Koronarbefalls, stratifiziert nach dem SYNTAX-Score, für das 5-Jahres-Überleben von Patienten mit 3-Gefäß-Erkrankung und/oder Hauptstammstenose nach CABG oder PCI (mod. nach [47])
Bedeutung des Diabetes mellitus für das 5-Jahres-Überleben von Patienten mit 3-Gefäß-Erkrankung und/oder Hauptstammstenose nach CABG oder PCI (mod. nach [47])
Bedeutung des Diabetes mellitus für das 5-Jahres-Überleben von Patienten mit 3-Gefäß-Erkrankung und/oder Hauptstammstenose nach CABG oder PCI (mod. nach [47])
Grafik 2
Bedeutung des Diabetes mellitus für das 5-Jahres-Überleben von Patienten mit 3-Gefäß-Erkrankung und/oder Hauptstammstenose nach CABG oder PCI (mod. nach [47])
Empfehlungen der ESC/EACTS zur Wahl zwischen PCI oder CABG bei Patienten mit 3-Gefäß-Erkrankung und/oder Hauptstammstenose (mod. nach [48])
Empfehlungen der ESC/EACTS zur Wahl zwischen PCI oder CABG bei Patienten mit 3-Gefäß-Erkrankung und/oder Hauptstammstenose (mod. nach [48])
Grafik 3
Empfehlungen der ESC/EACTS zur Wahl zwischen PCI oder CABG bei Patienten mit 3-Gefäß-Erkrankung und/oder Hauptstammstenose (mod. nach [48])
Prinzipien der Lebensstilberatung von Patienten mit KHK (2)
Prinzipien der Lebensstilberatung von Patienten mit KHK (2)
Tabelle 1
Prinzipien der Lebensstilberatung von Patienten mit KHK (2)
Risikofaktor-Modifikation bei Patienten mit KHK (2)
Risikofaktor-Modifikation bei Patienten mit KHK (2)
Tabelle 2
Risikofaktor-Modifikation bei Patienten mit KHK (2)
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