ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2000Hoppe: Juristen prüfen, ob Streiks möglich sind

SPEKTRUM: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Hoppe: Juristen prüfen, ob Streiks möglich sind

Dtsch Arztebl 2000; 97(5): A-220 / B-174 / C-176

Rieser, Sabine

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS BERLIN. Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundes­ärzte­kammer, hält in Zukunft Ärztestreiks für möglich. Es gebe zu diesem Thema eine juristische Diskussion. Verständnis für Streikmaßnahmen sei durchaus vorhanden: "Im letzten halben Jahr ist in der Öffentlichkeit klar geworden, dass das Einfrieren von Finanzen zum Einfrieren von Leistungen führt."
Hoppe nahm Ende Januar zu den Plänen von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Andrea Fischer für das Jahr 2000 Stellung. Er kritisierte erneut die strikte Budgetierung. Im Einzelnen beklagte er die fortdauernde Missachtung des Arbeitszeitgesetzes in den Kliniken und die Fortführung der Arznei- und Heilmittelbudgets. Hoppe bemängelte zudem Vorgaben wie die, dass ein Koordinierungsausschuss für mindestens zehn Krankheiten pro Jahr Versorgungskriterien aufzustellen habe. Hier seien Zuständigkeiten, Verantwortung und Kosten unklar geregelt. Außerdem sei zu befürchten, dass solche Kriterien zur Rechtfertigung von Rationierung missbraucht würden.
Er kündigte an, man wolle nun zusammen mit den anderen Leistungserbringern sehen, was man aus dem neuen Gesetz machen könne. Auseinander dividieren lasse sich das Bündnis für Gesundheit von mehr als 40 Fachberufen nicht. Es werde weiter auf Defizite hinweisen. Im April ist ein Kongress zum Thema Rationierung geplant. Rie
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema