ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2019Datenbank: Mehr als 1 100 Synapsenproteine katalogisiert

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Datenbank: Mehr als 1 100 Synapsenproteine katalogisiert

Hillienhof, Arne

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Die Datenbank informiert darüber, wo sich die Proteine innerhalb der Synapsen befinden und welche Funktion sie haben. Foto: sipgus/stock.adobe.com
Die Datenbank informiert darüber, wo sich die Proteine innerhalb der Synapsen befinden und welche Funktion sie haben. Foto: sipgus/stock.adobe.com

Eine neue Datenbank soll Zusammenhänge zwischen genetischen Variationen von Synapsen und geistigen Fähigkeiten oder Hirnerkrankungen beim Menschen aufzeigen. Die erste Version der SynGo-Datenbank (Synaptic Gene Ontologies) steht Forscherinnen und Forschern weltweit jetzt online zur Verfügung.

„Bisher fehlte eine Datenbank mit gesicherten Informationen zu allen synaptischen Proteinen, durch die man sich einfach durchklicken kann“, berichten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Neurobiologie (LIN) und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU), die an der Entwicklung beteiligt waren. Unter dem Dach des internationalen Gene Ontology (GO) Konsortiums arbeiten im SynGO-Netzwerk weltweit 15 Labore zusammen. Die Forscher haben in der Datenbank mehr als 1 100 individuelle synaptische Proteine und deren Gene erfasst und nach ihren Eigenschaften katalogisiert.

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Nutzende finden darin Informationen darüber, wo sich die Proteine innerhalb der Synapse befinden und welche Funktion sie haben. „Somit können Erkenntnisse über genetisch bedingte synaptische Störungen und dadurch bedingte Krankheiten, die man Synaptopathien nennt, miteinander in Bezug gesetzt werden“, erklärt Prof. Dr. rer. nat. Eckart Gundelfinger, Geschäftsführender Direktor und Abteilungsleiter am LIN.

Prof. Dr. rer. nat. Daniela Dieterich vom Institut für Pharmakologie und Toxikologie an der OVGU erläutert: „Variationen in synaptischen Genen hängen beispielsweise mit Intelligenz, Bildungsgrad, ADHS, Autismus und bipolarer Störung zusammen.“ hil

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