ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2019Digitale Arbeitsweisen weltweit auf dem Vormarsch

ÄRZTESTELLEN: Kurz notiert

Digitale Arbeitsweisen weltweit auf dem Vormarsch

Dtsch Arztebl 2019; 116(40): [4]

Glöser, Sabine

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Foto: WrightStudio/stock.adobe.com
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Medizinische Fachkräfte stellen sich weltweit auf neue, digitale Arbeitsweisen ein. So arbeiten 76 Prozent der in Krankenhäusern und Arztpraxen Tätigen mit einer digitalen Patientenakte und tauschen Patienteninformationen in ihrer Einrichtung meist elektronisch aus. Jedenfalls geht das aus einer Umfrage des Unternehmens Philips hervor, das in 15 Ländern medizinische Fachkräfte und Menschen aus der Bevölkerung über die Bedeutung digitaler Gesundheitstechnologien befragt hat.

Als positive Effekte digitaler Arbeitsweisen nannten die medizinischen Fachkräfte vor allem eine bessere Versorgungsqualität (69 %) und eine höhere Zufriedenheit mit ihrer Arbeit (64 %). Ausbaufähig ist der Umfrage zufolge der Austausch gesundheitsbezogener Informationen, die der Einzelne selbst mittels digitaler Technologien oder Gesundheits-Apps erhebt. Länderübergreifend gaben nur 9 Prozent der Fachkräfte an, dass die meisten oder alle Patienten gesundheitsbezogene Informationen mit ihnen kontinuierlich teilen. In Deutschland waren es nur 4 Prozent.

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Dennoch messen viele Menschen mithilfe digitaler Gesundheitstechnologien oder Gesundheits-Apps mindestens einen Gesundheitsparameter, zum Beispiel das Gewicht oder die Herzfrequenz. In Saudi-Arabien sind es 93 Prozent, in China 90 Prozent, in Deutschland demnach 57 Prozent. Weiteres Ergebnis: Von den medizinischen Fachkräften nutzen in China 94 Prozent und in Indien 88 Prozent digitale Gesundheitstechnologien oder medizinische Apps für Diagnostik, Informationsaustausch oder Effizienzsteigerung. In Deutschland sind es 64 Prozent. Auf den ersten Plätzen in Europa liegen Italien (88 %) und die Niederlande (86 %).

An der Umfrage für den sogenannten Future Health Index 2019 haben pro Land etwa 1 000 Menschen aus der Bevölkerung und 200 medizinische Fachkräfte teilgenommen. Zu den Ländern gehörten Australien, Brasilien, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Italien, Niederlande, Russland, Saudi-Arabien, Singapur, Südafrika, Polen, Großbritannien und Nordirland sowie die USA. sg

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