ArchivDeutsches Ärzteblatt40/2019Ständige Impfkommission: Neue Impfempfehlungen und Ausweitung der FSME-Risikogebiete

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Ständige Impfkommission: Neue Impfempfehlungen und Ausweitung der FSME-Risikogebiete

Dtsch Arztebl 2019; 116(40): A-1797

Meyer, Rüdiger; Kahl, Kristin

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Neu im Impfkalender sind Empfehlungen zur Herpeszoster- Impfung und zu den FSME-Risikogebieten. Foto: picture alliance/blickwinkel
Neu im Impfkalender sind Empfehlungen zur Herpeszoster- Impfung und zu den FSME-Risikogebieten. Foto: picture alliance/blickwinkel

Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut hat den Impfkalender für die nächste Saison veröffentlicht. Neu ist eine generelle Empfehlung zur Gürtelrose-Schutzimpfung mit einem Totimpfstoff und die Ausweitung der Risikogebiete für die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Bislang hatte die STIKO keine allgemeine Empfehlung zum verwendeten attenuierten Lebendimpfstoff gegeben. Der 2018 eingeführte gentechnische Totimpfstoff Shingrix, der das Glykoprotein E mit dem Adjuvans AS01B kombiniert, erzielt jedoch eine deutlich bessere Wirkung. In der ZOE-50-Studie wurden bis ins hohe Alter über 95 Prozent der Geimpften vor einem Herpes zoster geschützt, an dem sonst etwa die Hälfte aller Menschen vor dem 85. Lebensjahr erkrankt. Die STIKO empfiehlt den Impfstoff für alle Personen ab 60 Jahren. Personen mit einer erhöhten gesundheitlichen Gefährdung sollten sich bereits ab dem Alter von 50 Jahren impfen lassen. Dazu gehören unter anderem Patientinnen und Patienten mit HIV-Infektion, rheumatoider Arthritis oder Diabetes mellitus. Impfen lassen können sich auch Menschen, die schon einmal an einer Gürtelrose erkrankt waren. Die Impfung sollte nach Ansicht der STIKO erst zu einem Zeitpunkt erfolgen, wenn die akute Erkrankung vorüber ist und die Symptome abgeklungen sind.

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Bei der FSME wurden die Risikogebiete im Februar 2019 ausgeweitet. Die Erkrankung hat inzwischen auch in mehreren Regionen Nord- und Ostdeutschlands Fuß gefasst. Neu hinzugekommen sind 2019 in Niedersachsen der Landkreis Emsland und in Sachsen der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. In Bayern tritt die FSME inzwischen auch in den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen, Landsberg am Lech und Kaufbeuren auf. rme/kk

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