ArchivDeutsches Ärzteblatt PP10/2019Autismus und Asperger: Neugier und Empathie aufbringen
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Ich möchte die interessante Rezension des sehr lesenswerten Buches von Birgit Saalfrank um einige mir wichtig erscheinende Aspekte ergänzen. Es ist tatsächlich „eine wichtige Forschungsleistung“, denn die Autorin reflektiert darin ihre langjährige psychoanalytische Behandlung sowie andere stationäre und ambulante Therapien vor dem Hintergrund ihrer Autismusdiagnose. So schildert sie detailliert, wie sie im Laufe der Jahre einen besseren Zugang zu ihren Bedürfnissen findet, ihr Gefühlsspektrum enorm erweitert, befriedigende soziale Kontakte und nicht zuletzt eine stabile und liebevolle Beziehung aufbaut und so ihre „einsame Verkapselung des Selbst“ zum großen Teil überwindet.

Ich hoffe sehr, dass dieses Buch viele Kollegen ermutigt, sich doch mit dieser weder „ärgerlichen“ noch „unheimlichen“ Störung, die die Grundstruktur für die daraus entstehenden interpersonellen Konflikte, diversen Symptome, Depressionen, Angststörungen etc. darstellt, zu beschäftigen. Sie sollten Neugier und Empathie für autistische Patienten, die durchaus Gefühle haben, aufbringen.

Dipl.-Psych. Jasmina Metz, 86351 Stadtbergen

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