ArchivDeutsches Ärzteblatt PP10/2019Kulturkalender: Der Kampf um Sichtbarkeit

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Kulturkalender: Der Kampf um Sichtbarkeit

PP 18, Ausgabe Oktober 2019, U3

Schuchart, Sabine

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Jeden Monat stellt das Deutsche Ärzteblatt eine Auswahl von herausragenden Ausstellungen vor, die Sie nicht verpassen sollten.

BERLIN

11. Oktober bis 8. März:

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Künstlerinnen der Nationalgalerie

Erst seit 1919 durften Frauen an der Berliner Kunstakademie studieren. Doch schon vorher setzten sich Malerinnen und Bildhauerinnen im Kunstbetrieb durch, einige ihrer Werke fanden Eingang in die Berliner Nationalgalerie. Diese Schätze sind nun in einer schönen Ausstellung vereint: Mehr als 60 Arbeiten, die vor 1919 entstanden, geben einen Einblick in das eindrucksvolle Schaffen der Künstlerinnen. Darunter finden sich zum Beispiel das hier abgebildete Selbstbildnis von Sabine Lepsius (1864–1942), die tiefgründige „Kirschenernte“ von Dora Hitz (1856–1924), Arbeiten von Käthe Kollwitz (1867–1945) und der Bildhauerin Elisabeth Ney (1833–1907).

Alte Nationalgalerie, Bodestraße,
tgl.10–18, Do. 10–20 Uhr

© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie/Jörg P. Anders
© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie/Jörg P. Anders

Bonn/Chemnitz/Wiesbaden

Bis 19. Januar:

Junge Malerei in Deutschland

Die Gemeinschaftsausstellung „Jetzt!“ hat sich vorgenommen, den Stand des Mediums Malerei in Deutschland auszuloten. Dazu haben die Kuratoren 500 „interessante künstlerische Positionen“ von 53 Kunstschaffenden im Alter bis 40 Jahre ausgewählt. Jeweils rund 150 dieser Bilder sind parallel in drei Museen – in Bonn, Chemnitz und Wiesbaden – zu sehen. Vom 7. Februar 2020 an ist „Jetzt!“ dann mit einer Auswahl in den Deichtorhallen Hamburg zu Gast.

Kunstmuseum Bonn, Helmut-Kohl-Allee 2, Di.–So. 11–18, Mi.11–21 Uhr;
Museum Gunzenhauser Chemnitz, Falkeplatz, Di.–So. 11–18, Mi.14–21 Uhr;
Museum Wiesbaden, Friedrich-Ebert-Allee 2, Di./Do. 10–20, Mi./Fr. 10–17, Sa./So. 10–18 Uhr

Frankfurt/Main

11. Oktober bis 12. Januar:

Lee Krasner

Die amerikanische Malerin Lee Krasner (1908–1984), die mit dem Künstler Jackson Pollock verheiratet war und lange Zeit in seinem Schatten stand, zählt zu den Pionierinnen des abstrakten Expressionismus in den USA. Erstmals in Europa wird ihr facettenreiches, ausdrucksstarkes Werk in einer umfassenden Retrospektive gewürdigt. Zu den Exponaten gehören neben vielen nicht gegenständlichen auch figurative Gemälde sowie Collagen, Zeichnungen, Fotografien und Filme.

Schirn Kunsthalle, Römerberg,
Di. + Fr.–So. 10–19, Mi./Do. 10–22 Uhr

MÜNSTER

12. Oktober bis 19. Januar:

Picasso kulinarisch

Ein Hochgenuss: Essen und Trinken in den Kunstwerken Pablo Picassos. Der große Katalane, der die einfache, deftige Landküche seiner spanischen Heimat und später Südfrankreichs liebte, verewigte Kulinarisches in vielen Bildmotiven sowie Keramiken: etwa frisch gefangene Fische, die in der Pfanne braten und abgegessene Gräten, die er in Ton zum Kunstwerk erhob, farbenprächtige Artischocken, Melonen und Zwiebeln. Die Schau thematisiert zudem Picassos kenntnisreiche Auseinandersetzung mit den Küchenstillleben des spanischen und flämischen Barock und zeigt ihn in den berühmten S/W-Fotografien von David Douglas Duncan beim Mittagsmahl.

Kunstmuseum Pablo Picasso,
Picassoplatz 1, Di.–So. 10–18 Uhr

Stuttgart

11. Oktober bis 2. Februar:

Tiepolo. Der beste Maler Venedigs

Anlässlich des 250. Todestages von Giovanni Battista Tiepolo (1696–1770) präsentiert die Staatsgalerie hochkarätige Bilder des Giganten des venezianischen Spätbarock. Die große Vielfalt seines Oeuvres reicht von mythologischen und historischen Gemälden über dramatische religiöse Bilder bis hin zu Radierungen und Karikaturzeichnungen. Ein weiterer Höhepunkt seines Schaffens ist dauerhaft in Deutschland zu bewundern: Tiepolos Fresken im Kaisersaal und Treppenhaus der Würzburger Residenz.

Staatsgalerie, Konrad-Adenauer-Str. 30–32, Di.–So. 10–17, Do. 10–20 Uhr

Sabine Schuchart

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