ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2019Hygiene: Kosten im Schnitt bei mehr als 24 000 Euro je Praxis

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Hygiene: Kosten im Schnitt bei mehr als 24 000 Euro je Praxis

Dtsch Arztebl 2019; 116(41): A-1806

Hillienhof, Arne

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In die Auswertungen zu Hygienekosten sind die Daten von 1 855 Vertragsarztpraxen eingegangen. Foto: Your Photo Today
In die Auswertungen zu Hygienekosten sind die Daten von 1 855 Vertragsarztpraxen eingegangen. Foto: Your Photo Today

Die Hygieneleistungen verursachen in Vertragsarztpraxen relevante Kosten. Im vergangenen Jahr mussten die Praxen durchschnittlich 24 287 Euro dafür aufwenden – einschließlich der Fortbildungen von Hygienefachpersonal. Diese Zahl hat das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) ermittelt. Die Zahlen der Dialysepraxen sind nicht in die Durchschnittsberechnung eingeflossen, weil ihre Hygienekosten überdurchschnittlich hoch sind. Laut der Auswertung kommen rein konservativ tätige Praxen durchschnittlich auf Hygienekosten von 8 140 Euro pro Jahr, invasiv tätige Praxen auf 25 242 Euro, Praxen für ambulantes Operieren auf 53 281 Euro und Dialysepraxen auf 116 823 Euro. Die meisten Kosten verursachten Hygiene- und Verbrauchsmaterialien sowie Einmalprodukte. Diese schlugen mit einem durchschnittlichen Anteil von mehr als 30 Prozent an den Gesamtkosten zu Buche, so das Zi. Das Institut kritisierte, dass der Einheitliche Bewertungsmaßstab seit 2008 in puncto Hygienekosten nicht weiterentwickelt wurde, obwohl die Kosten durch neue Hygieneverordnungen gestiegen sind. hil

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