ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2019Januskinase-Inhibitoren: Vertrauenskrise
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Während die Risiken und Nutzen der JAK-Inhibitoren sehr gut dargestellt werden und auch differenziert auf den Nutzen der verschiedenen Zoster-Impfungen eingegangen wird, wird unser Hauptproblem verschwiegen: Obwohl der Herstellerfirma (GSK) spätestens seit Dezember 2018 klar gewesen sein müsste, dass es zu einer allgemeinen Impfempfehlung für Shingrix in Deutschland kommen wird, wurde kein ausreichender Impfstoff produziert. Nun sitzen wir niedergelassenen Hausärzte und Spezialisten seit Juli 2019 auf „dem Trockenen“ und können oft genug nicht einmal den Patienten, die bereits eine Impfdosis erhielten, die dringend notwendige zweite Impfung nach zwei bis drei Monaten verabreichen. Ganz zu schweigen von den vielen Nachfragen der durch Informationen in der Laienpresse interessierten Patienten. Aktuelle Information zur neuen Lieferung: Dezember 2019. Dies ist ein GAU für die Bemühungen, die Impfbereitschaft der Bevölkerung zu erhöhen, und führt erneut zu einer Vertrauenskrise gegenüber den Impfherstellern.

Dr. med. Thomas Maibaum, 18106 Rostock

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