ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2019Axel Ullrich: Grundlage für zielgerichtete Medikamente geschaffen

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Axel Ullrich: Grundlage für zielgerichtete Medikamente geschaffen

Dtsch Arztebl 2019; 116(41): A-1851 / B-1525 / C-1493

Spielberg, Petra

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Axel Ullrich, Foto: MPI für Biochemie/Axel Griesch
Axel Ullrich, Foto: MPI für Biochemie/Axel Griesch

Der deutsche Biochemiker Prof. Dr. Axel Ullrich ist von der US-amerikanischen Lasker Stiftung für die Entwicklung des Brustkrebs-Medikamentes Herceptin mit dem Lasker Award ausgezeichnet worden, dem höchsten medizinischen Forschungspreis der USA.

Ullrich gehört zu den Pionieren in der Erforschung der Signalübertragung in Zellen. Der Biochemiker hat mit seinen Forschungsarbeiten zum einen die grundlegenden molekularen Mechanismen aufgedeckt, die die Physiologie von gesunden Zellen steuern. Zum anderen haben seine Ergebnisse dazu beigetragen, Krankheitsabläufe von wichtigen Erkrankungen wie Diabetes oder Krebs zu verstehen. Auf der Grundlage seiner Forschungsarbeiten entwickelte Ullrich zusammen mit seinem Team in den 1990er-Jahren so auch Herceptin. Das 1998 in den USA und 2 000 in der EU zugelassene Brustkrebs-Medikament erhält den Wirkstoff Trastuzumab. Dabei handelt es sich um den ersten monoklonalen Antikörper zur Behandlung von Mamakarzinomen, die das Protein HER2 produzieren, indem es einen Wachstumsrezeptor auf der Zelloberfläche blockiert. Inzwischen wird Trastuzumab auch gegen Magenkrebs eingesetzt.

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Der 75-Jährige, der am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bei München tätig war, ist inzwischen emeritiert. Ullrich studierte in Tübingen und promovierte an der Universität Heidelberg. Er ist Mitglied in zahlreichen wissenschaftlichen Gesellschaften und Gremien und hat für seine Arbeiten zahlreiche Preise erhalten. Petra Spielberg

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