ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2019Gesundheitsökonomie: Effiziente, ethische Ökonomie
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Der Titel Ihres Berichts zum Ärzteappell „Rettet die Medizin“ ist unsachlich und sinnentstellend. Den Autoren, zu deren ersten 215 Unterstützern ich gehöre, geht es keineswegs um eine Diskreditierung der Ökonomisierung an sich, sondern um die Begrenzung der Auswüchse, d. h. der Über-Ökonomisierung oder Kommerzialisierung. Der erkennbar menschenfeindliche Paradigmenwechsel: „Budget vor Patientenwohl“ muss wieder vom Kopf auf die Füße gestellt werden, entsprechend hippokratischem Ethik. Nähme man Reformvorschläge aus unseren Reihen ernst, wie Fusionierung von Krankenhäusern und sinnvolle Allokation, Stopp der monetär motivierten Übertherapie und Reduzierung der Krankenkassen auf eine sinnvolle Zahl (etc.), dann wäre das Gesundheitssystem von selbst effizienter, d. h. von „mehr Ökonomie“ beherrscht, statt von weniger.

Prof. Dr. med. Ulrich Krause, 96450 Coburg

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