ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2019Influenza: Grippewelle war tödlichste der vergangenen 30 Jahre

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Influenza: Grippewelle war tödlichste der vergangenen 30 Jahre

Dtsch Arztebl 2019; 116(41): A-1805 / B-1493 / C-1465

dpa

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Die außergewöhnlich starke Grippewelle 2017/2018 hat nach Schätzungen rund 25 100 Menschen in Deutschland das Leben gekostet. Das sei die höchste Zahl an Todesfällen in den vergangenen 30 Jahren, wie der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, kürzlich mit Blick auf eine eigene aktuelle Auswertung erklärte. Es gebe auch saisonale Wellen mit wenigen Hundert Todesfällen. Die wichtigste Schutzmaßnahme ist dem RKI zufolge trotz der von Saison zu Saison unterschiedlichen Wirksamkeit die Impfung. „Es gibt keine andere Impfung in Deutschland, mit der sich mehr Leben retten lässt“, sagte Wieler. Neben der Impfung empfehlen die Experten gründliches Händewaschen mit Seife und Abstandhalten zu Erkrankten. Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) mahnte angesichts der RKI-Daten, die Zahlen sollten allen Impfgegnern zu Denken geben. „Impfen hilft, Krankheiten zu vermeiden“, erklärte der Ge­sund­heits­mi­nis­ter. Grippe könne auch tödlich sein. Spahn rief besonders ältere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere sowie Medizin- und Pflegepersonal dazu auf, sich rechtzeitig impfen zu lassen. Ein Vergleichswert für die laut RKI „moderate“ Welle 2018/2019 liegt noch nicht vor. Die Experten gehen von 3,8 Millionen Arztbesuchen wegen Grippe in der vergangenen Saison aus. Das ist weniger als halb so viel wie 2017/2018. Insgesamt registrierte das Institut von Oktober bis Mitte Mai 2018/ 2019 182 000 labordiagnostisch bestätigte Grippefälle. dpa

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