ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2019Gesundheitskompetenz: Neue Forschungsgruppe zur Allergieprävention bei Kindern

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Gesundheitskompetenz: Neue Forschungsgruppe zur Allergieprävention bei Kindern

Dtsch Arztebl 2019; 116(41): A-1846 / C-1492

Hillienhof, Arne

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Konfrontation statt Vermeidung: Mittlerweile geht der Trend hin zur Exposition mit allergieauslösenden Stoffen. Foto: WavebreakMediaMicro/stock.adobe.com
Konfrontation statt Vermeidung: Mittlerweile geht der Trend hin zur Exposition mit allergieauslösenden Stoffen. Foto: WavebreakMediaMicro/stock.adobe.com

„Gesundheitskompetenz in der Allergieprävention bei Kindern“ ist das Thema einer neuen Forschungsgruppe, die an der Universitätsmedizin Magdeburg koordiniert wird.

Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. sc. hum. Christian Apfelbacher, Direktor des Instituts für Sozialmedizin und Gesundheitsökonomie an der Otto-von-Guericke-Universität, untersucht dabei unter anderem die Fragen, welche Personen und Faktoren Einfluss darauf haben, was Eltern zur Vorbeugung tun und welche Maßnahmen aus wissenschaftlicher Sicht effektiv sind.

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Die Gruppe besteht aus sechs Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Magdeburg, Hannover, Regensburg und Freiburg. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Vorhaben mit 2,2 Millionen Euro.

„Allergien gehören bei Kindern zu den am häufigsten auftretenden Krankheiten. Doch viele Eltern sind verunsichert, was sie zur Prävention tun sollten. Dazu wollen wir Forschung betreiben, auch um mittelfristig Angebote zur Förderung der Gesundheitskompetenz im Anwendungsfeld Allergieprävention zu entwickeln“, erläutert Apfelbacher.

Laut den Forscherinnen und Forschern geht der Trend weg von der Vermeidung hin zur frühzeitigen Konfrontation mit allergieauslösenden Stoffen wie Nüssen oder Tierhaaren. Das Forschungsteam geht nun der Frage nach, wie sich dieser Wandel auf die Gesundheitskompetenz der Eltern auswirkt.

In sechs Teilprojekten wollen die Wissenschaftler dabei unter anderem untersuchen, auf welche Quellen Eltern vertrauen und unter welchen Einflüssen Ärztinnen und Ärzte sowie Hebammen stehen.

DFG-Forschungsgruppen sollen ein enges Arbeitsbündnis mehrerer herausragender Wissenschaftler ermöglichen, die gemeinsam eine Forschungsaufgabe bearbeiten. Die Gruppen können bis zu acht Jahre gefördert werden, und zwar in zwei Förderperioden von vier Jahren. hil

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