ArchivDeutsches Ärzteblatt41/2019Herztod: Facharztprogramm senkt offenbar Risiko

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Herztod: Facharztprogramm senkt offenbar Risiko

Hillienhof, Arne

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Ein Versorgungsforschungsprojekt zum Herztod in Baden-Württemberg wurde jetzt evaluiert. Foto: Evgeniy Kalinovskiy/stock.adobe.com
Ein Versorgungsforschungsprojekt zum Herztod in Baden-Württemberg wurde jetzt evaluiert. Foto: Evgeniy Kalinovskiy/stock.adobe.com

Mit einer intensiven Versorgung durch Fachärzte erhöhen sich offenbar die Überlebenschancen von herzkranken Patienten. Das hat eine vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses geförderte Evaluation des Facharztvertrages Kardiologie der AOK Baden-Württemberg ergeben. Die Auswertung kommt auf 267 vermiedene Todesfälle bei selektivvertraglich Versicherten mit Herzinsuffizienz und 343 bei Versicherten mit koronarer Herzerkrankung innerhalb von zwei Jahren. Außerdem hat es weniger Krankenhauseinweisungen gegeben. Darüber hinaus wurden in den Leitlinien empfohlene Medikamente häufiger verordnet. Die Vorteile gehen laut Evaluation mit niedrigeren Gesamtkosten einher. Die Evaluation zeige, dass eine bessere ambulante Versorgungssteuerung nachhaltig zu Qualitätsvorteilen bei geringeren Kosten führe, sagte Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. „Der Überlebensvorteil zugunsten der Patienten im Haus- und Facharzt-Programm kommt nicht unerwartet, beeindruckend ist die Effektstärke im Vergleich zur Regelversorgung“, sagte Prof. Dr. med. Ferdinand Gerlach, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin der Goethe-Universität Frankfurt. Die Vorteile ergäben sich wahrscheinlich aus dem Zusammenspiel vertraglicher Steuerungsinstrumente sowie höherer Qualitätsanforderungen an die beteiligten Ärzte. hil

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