ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2019Alexander W. Friedrich: In Netzwerken denken

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Alexander W. Friedrich: In Netzwerken denken

Spielberg, Petra

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Alexander W. Friedrich, Foto: Robert-Koch-Stiftung
Alexander W. Friedrich, Foto: Robert-Koch-Stiftung

Für seine Leistungen beim länderübergreifenden Aufbau von Präventionsnetzwerken zur Bekämpfung von multiresistenten Krankheitskeimen hat Prof. Dr. med. Alexander W. Friedrich, Leiter der Abteilung für Medizinische Mikrobiologie und Infektionsprävention am Universitätsklinikum Groningen (Niederlande), den „Preis für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention 2019“ der Berliner Robert-Koch-Stiftung erhalten.

2005 brachte der klinische Mikrobiologe das erste deutsch-niederländische Präventionsnetzwerk zur Bekämpfung von multiresistenten Erregern – „MRSA-net Twente/Münsterland“ – auf den Weg. Das Projekt wurde zum Vorbild für mehr als hundert regionale Verbünde, an denen sich die unterschiedlichsten Akteure des Gesundheitssystems beteiligen.

Friedrich initiierte ferner das Projekt „EurSafety Health-net“ zur Etablierung von Koordinationszentren entlang der deutsch-niederländischen Grenze. Der 48-Jährige hat darüber hinaus entscheidend dazu beigetragen, dass seit 2018 eine erste grenzübergreifende Kohorte von 36 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern aus 17 Ländern ausgebildet werden kann.

Nach Studium und Habilitation war Friedrich zunächst bis 2010 an der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster als Oberarzt am Institut für Hygiene tätig. 2011 wurde er auf den Lehrstuhl für Mikrobiologie und Infektionsprävention an die Rijksuniversiteit Groningen berufen. Für seine Arbeiten wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet. Petra Spielberg

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