ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2019Randnotiz: Wiesn-Bilanz

AKTUELL

Randnotiz: Wiesn-Bilanz

Dtsch Arztebl 2019; 116(42): A-1871 / B-1543 / C-1511

Maybaum, Thorsten

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Mehr als 100 Jahre hatte das Bayerische Rote Kreuz (BRK) als Sanitätsdienst auf dem Münchner Oktoberfest, der Wiesn, Verletzte und Betrunkene versorgt. In diesem Jahr (21. September bis zum 6. Oktober) war erstmals ein Konkurrent am Start. Die Leistung war wegen eines günstigeren Angebots an den kommerziellen Anbieter Aicher Ambulanz Union vergeben worden. Und die zog für dieses Jahr medizinische Bilanz. Die gute Nachricht – wenn man das so nennen darf: Die Zahl der alkoholbedingten Intoxikation ist demnach zwar weiterhin die häufigste Indikation für ein Aufsuchen der Sanitätswache gewesen. Allerdings ging die Zahl von 762 Fällen im Jahr 2018 auf 620 in diesem Jahr zurück. Ob der Bierpreis, der im Schnitt um 3,11 Prozent höher lag als im Vorjahr, für den Rückgang verantwortlich ist, ist unklar. Dieser lag zwischen 10,80 Euro und 11,80 Euro je Maß. Die zwölf Tragenstaffeln rückten Aicher zufolge mit ihren Fahrtragen rund 2 069-mal auf das Festgelände aus. Dank der neu eingeführten GPS-Ortung habe sich die durchschnittliche Dauer zwischen Alarmierung und Eintreffen am Einsatzort um 32 Sekunden von 4:42 Minuten (2018) auf 4:10 Minuten verkürzt, hieß es. Richtig ernst war es in diesem Jahr in 127 Fällen, bei denen die Zustände der Patienten lebensbedrohlich waren. In diesen Fällen war ein direkter Transport zur Weiterbehandlung in eine Fachklinik notwendig. Mit 677 Patienten wurden in diesem Jahr aber weniger Menschen als 2018 (802) in ein Krankenhaus gebracht. Insgesamt haben Ärzte und Sanitäter 6 892 Patienten auf dem Oktoberfest versorgt. Das sind rund 11,8 Prozent mehr als im Vorjahr (2018: 6 164).

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema