ArchivDeutsches Ärzteblatt42/2019Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung: Schätzerkreis uneins über Ausgaben und Zusatzbeitrag

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Gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung: Schätzerkreis uneins über Ausgaben und Zusatzbeitrag

Dtsch Arztebl 2019; 116(42): A-1871 / B-1543 / C-1511

Maybaum, Thorsten; dpa

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Der durchschnittliche Zusatzbeitrag liegt derzeit bei 0,9 Prozentpunkten des Bruttolohns. Foto: Comugnero Silvana/stock.adobe.com
Der durchschnittliche Zusatzbeitrag liegt derzeit bei 0,9 Prozentpunkten des Bruttolohns. Foto: Comugnero Silvana/stock.adobe.com

Der Schätzerkreis der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) hat sich nicht auf eine Prognose der Höhe der Ausgaben der GKV für 2019 und 2020 verständigen können. Das teilte das Bundesversicherungsamt (BVA) mit. Einig war sich der Schätzerkreis bei den erwarteten Einnahmen des Gesundheitsfonds. Diese werden für 2019 auf 231,9 Milliarden Euro geschätzt. Bei den erwarteten Ausgaben für das laufende Jahr gehen Experten des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und des BVA von Ausgaben in Höhe von 245,7 Milliarden Euro aus. Der GKV-Spitzenverband hingegen rechnet mit 246 Milliarden Euro. Ein ähnliches Bild ergibt sich für 2020. So schätzen BMG und BVA die Ausgaben auf 256,8 Milliarden Euro. Der GKV-Spitzenverband erwartet Ausgaben in Höhe von 258,6 Milliarden Euro. Einig ist sich der Schätzerkreis bei den Einnahmen für 2020. Erwartet werden 240,3 Milliarden Euro. Die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer, sieht durch Reformgesetze hohe Belastungen auf die Kassen zukommen. Allein das Terminservicegesetz und das Pflegepersonalstärkungsgesetz kosteten 2020 rund fünf Milliarden Euro zusätzlich. Rechnerisch ergibt sich aus den Schätzergebnissen des BMG und des BVA für 2020 eine Erhöhung des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes um 0,2 Prozentpunkte auf 1,1 Prozent. Die GKV nimmt einen Anstieg von 0,3 Prozentpunkten an. Den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz muss das BMG bis zum 1. November festlegen. may/dpa

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