ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2019Fußball als Strategie zur Gesund­heits­förder­ung

MEDIZIN: Originalarbeit

Fußball als Strategie zur Gesund­heits­förder­ung

Ein systematisches Review zu Fußball-Interventionsstudien

Football as a health promotion strategy—a systematic review of football intervention studies

Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 721-8; DOI: 10.3238/arztebl.2019.0721

Eberl, Marian; Tanaka, Luana F.; Klug, Stefanie J.; Adamek, Henning E.

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Hintergrund: Fußballtraining als primäre Prävention kann eine Möglichkeit darstellen, die Gesundheit von körperlich inaktiven Menschen positiv zu beeinflussen. Diese systematische Übersichtsarbeit fasst die Evidenz der Auswirkungen von kontrollierten Fußballtrainingsprogrammen auf die Gesundheit von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren zusammen.

Methode: Es erfolgte eine systematische Literaturrecherche (PROSPERO CRD42018083665) in verschiedenen Datenbanksystemen (MEDLINE, Cochrane, Scopus und SPORTDiscus) nach randomisierten und nichtrandomisierten Interventionsstudien, in denen gesunde Probanden aller Altersgruppen ein kontrolliertes Fußballtraining absolvierten und potenziell gesundheitspräventive Effekte im Hinblick auf Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes mellitus und kardiovaskuläre Erkrankungen untersucht worden sind.

Ergebnisse: Die eingeschlossenen Studien – 14 randomisierte und drei nichtrandomisierte Interventionsstudien – wiesen zu geringe Probandenzahlen für zuverlässige statistische Auswertungen und ein beträchtliches Risiko für systematische Verzerrungen auf. Die Evidenz für positive Gesundheitseffekte des Fußballspielens beschränkt sich auf einen kurzzeitigen Verlust von Körperfett und eine Verbesserung der aeroben Fitness. Für alle anderen Gesundheitsparameter wurden keine schlüssigen Ergebnisse gefunden.

Schlussfolgerung: Es gibt eine große Zahl an Interventionsstudien zu fußballbasierten Interventionsprogrammen. Die Annahme, dass diese sich positiv auf die Gesundheit auswirken, ist weit verbreitet. Das vorliegende systematische Review zeigt jedoch, dass die wissenschaftliche Evidenz für solche Schlussfolgerungen unzureichend ist.

LNSLNS

Fehlende körperliche Aktivität und eine ungesunde Ernährungs- und Lebensweise tragen in erheblichem Ausmaß zu vermeidbaren Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, Bluthochdruck und Adipositas bei (1). Fußballtraining könnte eine potenzielle Präventionsstrategie sein, insbesondere für Menschen, die mit bisherigen Programmen zu körperlicher Bewegung nicht erreicht werden (2, 3). Vor dem Hintergrund der weltweiten Popularität von Fußball könnten Gesundheitsexperten das Fußballtraining als eine primärpräventive Intervention gegen Bewegungsmangel empfehlen. Aufgrund der komplexen Bewegungen kann Fußballspielen die Ausdauerleistungsfähigkeit verbessern und sich positiv auf Blutdruck, Herzfrequenz und Körpergewicht auswirken. Folglich wird ein positiver Effekt auf die kardiovaskuläre und metabolische Gesundheit erwartet (4). Der Mannschaftscharakter des Spiels stellt darüber hinaus ein beachtliches Motivationspotenzial für inaktive Menschen dar. Es wird in der Literatur immer wieder betont, dass fußballbasierte Interventionen sowohl primärpräventive Wirkungen haben als auch weitreichende gesundheitliche Verbesserungen bei Menschen mit Bewegungsmangel erreichen können (3, 5). Eine Reihe von Autoren schlussfolgern, dass Fußballspielen als Intervention für die Behandlung oder die Prävention von Erkrankungen hilfreich sein kann (6, 7).

Das vorliegende systematische Review untersucht, inwieweit fußballbasierte Interventionsprogramme zur allgemeinen Gesundheit der Bevölkerung beitragen können. Ergänzend zu den bereits existierenden Publikationen werden in dieser Arbeit die Qualität der eingeschlossenen Studien und die Anfälligkeit für systematische Verzerrungen (Bias) beurteilt.

Ziel dieser Publikation ist es, die wissenschaftliche Evidenz zu den Gesundheitseffekten von kontrolliertem Fußballtraining als Intervention bei gesunden Menschen jeden Alters im Hinblick auf die Prävention von Adipositas, Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zusammenzutragen.

Methoden

Das Protokoll wurde vorab in The International Prospective Register of Systematic Reviews (PROSPERO) veröffentlicht (8). Eingeschlossen in das Review wurden Studien zu gesunden Populationen jeden Alters (ohne Amateur- und Profisportler). Die Intervention musste aus einem mindestens vierwöchigen Fußballtraining mit mindestens zwei einstündigen Einheiten pro Woche bestehen. In den jeweiligen Kontrollgruppen fanden entweder keine Interventionen, nichtsportliche Interventionen oder andere Sportarten statt. Es wurden alle Outcomes betrachtet, die sich auf vermeidbare Erkrankungen mit einer hohen Krankheitslast in der Bevölkerung beziehen.

Zur Erhebung der Daten wurde eine systematische Literaturrecherche in verschiedenen Datenbanksystemen (MEDLINE, Cochrane, Scopus und SPORTDiscus) zu Fußball-Interventionsstudien durchgeführt (eTabelle 1). Berücksichtigt wurden Studien, die zwischen dem 1. 1. 1997 und dem 31. 12. 2017 veröffentlicht wurden. Die einzuschließenden Artikel wurden anhand von Titel und Abstract durch zwei Autoren unabhängig voneinander ausgewählt (ME und HA). Die Reviewer bewerteten anschließend unabhängig voneinander die Volltexte anhand definierter Ausschlusskriterien (eTabelle 2). Eingeschlossene Studien, die sich auf dieselbe Studienpopulation bezogen, wurden zusammengefasst und als eine Studie betrachtet. Die Daten wurden entsprechend einer definierten Variablenliste in eine eigens erstellte Datenbank aufgenommen. Das methodische Vorgehen ist im Studienprotokoll detailliert beschrieben (8).

Systematische Suchstrategie aufgeschlüsselt nach Datenbank [Detailed search strategy]
Systematische Suchstrategie aufgeschlüsselt nach Datenbank [Detailed search strategy]
eTabelle 1
Systematische Suchstrategie aufgeschlüsselt nach Datenbank [Detailed search strategy]
Forschungsfrage im PICOS-Format und zugehörige Liste der Ausschlusskriterien [Review question in PICOS scheme and list of associated exclusion criteria]
Forschungsfrage im PICOS-Format und zugehörige Liste der Ausschlusskriterien [Review question in PICOS scheme and list of associated exclusion criteria]
eTabelle 2
Forschungsfrage im PICOS-Format und zugehörige Liste der Ausschlusskriterien [Review question in PICOS scheme and list of associated exclusion criteria]

Die Qualität der Studien wurde gemäß der „Effective Public Health Practice Project (EPHPP)“-Kriterien beurteilt (9). Das Cochrane „risk of bias“-Tool wurde zur Beurteilung des systematischen Verzerrungsrisikos eingesetzt (10). Es erfolgte eine deskriptive Auswertung der Studienergebnisse. Die Daten der eingeschlossenen Studien wurden systematisch zusammengefasst und die Ergebnisse gruppiert nach Krankheitsfeldern präsentiert. Es wurden die in den Studien berichteten Interventionseffekte, das heißt die Mittelwertveränderung der Interventionsgruppen im Vergleich zu der Kontrollgruppe mit der geringsten Aktivität, bewertet. Ergebnisse wurden immer dann als „uneindeutig“ beurteilt, wenn die Vorher-Nachher-Unterschiede in der Inventionsgruppe klein waren im Vergleich zu unterschiedlichen Ausgangswerten in beiden Gruppen oder im Vergleich zum Placeboeffekt der Kontrollgruppe. Aufgrund des hohen Risikos für systematische Verzerrungen bei der Mehrzahl der Studien wurde in Übereinstimmung mit dem Cochrane-Handbuch (10) entschieden, dass die aktuell vorhandene Evidenz für eine methodisch sinnvolle Metaanalyse nicht ausreicht.

Ergebnisse

Im Rahmen der systematischen Suche wurden 9 052 Treffer erzielt. Nach Ausschluss von Duplikaten wurden 5 953 Titel und Abstracts geprüft und anschließend 261 Volltexte bewertet. 229 Publikationen wurden aufgrund der in Grafik 1 dargestellten Gründe ausgeschlossen. In das vorliegende Review konnten Ergebnisse aus 17 Studien eingeschlossen werden – 14 randomisierte kontrollierte Studien (4, 1123) und drei nichtrandomisierte Interventionsstudien (2426) – die in insgesamt 32 Veröffentlichungen publiziert wurden. Verschiedene Autoren haben die Daten derselben Studienpopulation mehrfach veröffentlicht; beispielsweise wurde eine RCT mit 65 körperlich inaktiven Frauen gefunden (eingeteilt in Fußball-, Lauf- und nichtaktive Kontrollgruppe), die in vier unterschiedlichen Artikeln veröffentlicht wurde (11, 2729) (eTabelle 3).

Flussdiagramm zur systematischen Übersicht nach PRISMA-Kriterien
Flussdiagramm zur systematischen Übersicht nach PRISMA-Kriterien
Grafik 1
Flussdiagramm zur systematischen Übersicht nach PRISMA-Kriterien
Zuordnung der 32 eingschlossenen zu den 17 verschiedenen Studien [Breakdown of the 32 included publications on 17 different studies]
Zuordnung der 32 eingschlossenen zu den 17 verschiedenen Studien [Breakdown of the 32 included publications on 17 different studies]
eTabelle 3
Zuordnung der 32 eingschlossenen zu den 17 verschiedenen Studien [Breakdown of the 32 included publications on 17 different studies]

Die eingeschlossenen Studien sind in Tabelle 1 detailliert beschrieben. Die Studienpopulationen bestanden aus:

  • gesunden Frauen (1 Studie)
  • körperlich inaktiven Frauen mit erhöhtem Blutdruck (2 Studien)
  • körperlich inaktiven Männern mit erhöhtem Blutdruck (6 Studien)
  • wohnsitzlosen Männern (1 Studie)
  • inaktiven Erwachsenen jeden Geschlechts (1 Studie)
  • inaktiven Jugendlichen (1 Studie)
  • gesunden Kindern (1 Studie)
  • übergewichtigen Kindern (4 Studien).
Überblick über die 17 eingeschlossenen Studien (S1–S17)
Überblick über die 17 eingeschlossenen Studien (S1–S17)
Tabelle 1
Überblick über die 17 eingeschlossenen Studien (S1–S17)

Die fußballbasierte Intervention war in allen Studien ähnlich: Nach einer kurzen Aufwärmperiode folgten Kleinfeldspiele (eTabelle 4). Die Einheiten dauerten circa 60 Minuten und fanden zwei bis drei Mal pro Woche statt. Die Interventionsdauer lag zwischen 8 und 68 Wochen. Keine der Studien führte eine Langzeitbeobachtung des Gesundheitszustandes nach Abschluss der Interventionsphase durch.

Die meisten Studien umfassten kleine Gruppen; nur zwei Studien hatten Interventionsgruppen mit mehr als 25 Probanden (14, 22).

Studienqualität und Risiko für systematische Verzerrungen

Basierend auf der Auswertung anhand des EPHPP-Tools wurde die Studienqualität von acht Studien als schwach eingestuft (4, 14, 15, 17, 18, 2426), neun wurden als moderat bewertet (1113, 16, 1923). Keine der Studien war von hoher Qualität.

Ferner zeigte sich bei den Studien ein hohes Risiko für systematische Verzerrungen, insbesondere ein hohes oder unklares Risiko in Bezug auf Attrition-Bias, Selection-Bias und Performance-Bias (Grafik 2). Die Beurteilung des Reporting-Bias war zumeist nicht möglich, da Studienprotokolle nicht veröffentlicht worden waren.

Bewertung von Studienqualität und Bias-Risiken
Bewertung von Studienqualität und Bias-Risiken
Grafik 2
Bewertung von Studienqualität und Bias-Risiken

Keine der eingeschlossenen Studien wurde mit einem geringen Bias-Risiko beurteilt. Dies schränkt die Aussagekraft der Studienergebnisse beziehungsweise die daraus ableitbare wissenschaftliche Evidenz beträchtlich ein (eTabellen 5, 6).

Übergewicht

16 Studien berichteten Ergebnisse zu Veränderungen des Body-Mass-Index (BMI) oder der Körperfettmasse (Tabelle 2). Vier Studien fanden einen positiven, die Köperfettmasse um 1–4 kg reduzierenden Effekt in der Fußballgruppe während der Interventionsphase, die zwischen 12 und 68 Wochen dauerte (12, 15, 16, 23). Sieben Studien fanden kleine positive Effekte, die aufgrund stark unterschiedlicher Ausgangswerte in den Studiengruppen als uneindeutig bewertet wurden (11, 14, 1720, 24); gleiches galt auch für eine Studie, die einen kleinen negativen Effekt aufwies (26).

Zusammenfassung der Ergebnisse der eingeschlossenen Studien (S1–S17)
Zusammenfassung der Ergebnisse der eingeschlossenen Studien (S1–S17)
Tabelle 2
Zusammenfassung der Ergebnisse der eingeschlossenen Studien (S1–S17)

In Bezug auf den BMI präsentierten die meisten Studien ebenso uneindeutige Ergebnisse (11, 12, 15, 17, 19, 2426). Vier Studien fanden keinen Effekt des Fußballtrainings auf den BMI (4, 13, 14, 22), eine Studie fand einen geringen BMI-reduzierenden Effekt (20) und eine Studie zeigte eine klinisch relevante Verringerung von 2,7 kg/m² (16).

Bluthochdruck

Keine der Studien analysierte das Neuauftreten oder die Schwere einer klinischen Hypertonie. In zwölf Studien wurde der systolische Blutdruck dokumentiert. Für normotensive Studienpatienten wurden in sieben von acht Studien keine oder nur uneindeutige Effekte auf den Blutdruck berichtet (11, 14, 17, 21, 22, 24, 25). In einer Studie sank der systolische Blutdruck um 6 mm Hg (17). In drei von vier Studien mit hypertensiven Menschen konnte ein positiver Effekt des Fußballtrainings auf die Blutdrucksenkung dokumentiert werden (15, 18, 23). Auch in vielen Kontrollgruppen wurde eine deutliche Blutdrucksenkung beobachtet (Regression zur Mitte).

Diabetes mellitus

Eine Langzeitbeobachtung bezüglich des Auftretens von Typ-2-Diabetes-mellitus bei gesunden Studienpopulationen fand sich in keiner Veröffentlichung. Acht Studien analysierten die Blutzuckerwerte als Endpunkt und stellten keinen Effekt auf die Spontanglukose oder auf Ergebnisse des oralen Glukosetoleranztests fest (11, 12, 14, 15, 17, 20, 23, 24). Studienergebnisse bei bereits erkrankten Typ-2-Diabetikern wurden in diese Übersicht nicht aufgenommen, da unser Fokus auf der Primärprävention lag.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wurde in keiner Studie als Endpunkt untersucht. Es fanden sich lediglich Hinweise auf kurzfristige Anpassungsvorgänge, beispielsweise Herzfrequenz, Erschöpfung, Mitralklappenfluss oder rechtsventrikuläre Funktion.

Die Amerikanische Herzgesellschaft (AHA) schlug kürzlich die Messung der aeroben Fitness mittels VO2max als klinischen Standardtest vor (30). Elf Studien präsentierten Ergebnisse zu VO2max-Werten. In sieben Studien fand sich eine Verbesserung entsprechend etwa einem metabolischen Äquivalent (MET) (11, 12, 14, 18, 19, 23, 24). Eine Studie fand einen Anstieg von 3,1 MET (16), die anderen drei Studien berichteten uneindeutige Resultate (4, 17, 20).

Da Hypercholesterinämie als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bekannt ist, wurden Ergebnisse aus zehn Studien zu Cholesterin- und Triglyceridwerten berücksichtigt. Vier Studien fanden keine Veränderung (12, 14, 17, 18), in den anderen sechs Veröffentlichungen zeigten sich uneindeutige Ergebnisse (11, 15, 19, 20, 23, 24).

Weitere Erkrankungen

Keine der eingeschlossenen Studien präsentierte Ergebnisse in Bezug auf das Auftreten anderer Erkrankungen außerhalb der vorab definierten Krankheitsfelder. In sieben Studien wurde die Knochendichte gemessen, jedoch ohne die klinische Relevanz hinsichtlich des Osteoporose-Risikos zu dokumentieren (11, 12, 14, 15, 17, 23, 24). Die aufgezeigten Veränderungen in der Knochendichte waren in der Interventionsgruppe insgesamt sehr gering im Vergleich zu den Gruppenunterschieden der Ausgangswerte.

Unerwünschte Ereignisse

Zwölf Studien berichteten über unerwünschte Ereignisse während der Intervention. In den meisten Fällen handelte es sich um Verletzungen des Bewegungsapparates, die zur vorzeitigen Beendigung der Studienteilnahme führten. Solche schwerwiegenden Verletzungen traten bis zu dreimal pro Studie auf (eTabelle 5). Eine vollständige Dokumentation von unerwünschten Ereignissen fand sich nur in einer Studie (13).

Diskussion

In diese systematische Übersicht konnten 32 Publikationen aufgenommen werden, die die Daten von 17 verschiedenen Studien präsentierten. Wir fanden eine Reihe von Mehrfachpublikationen zu denselben Studienergebnissen. Viele Studien wurden von denselben Forschergruppen durchgeführt.

Im ersten Schritt bewerteten wir die Studienqualität und das Bias-Risiko, um die Evidenz hinsichtlich der Auswirkung fußballbasierter Interventionen auf die Inzidenz der Zivilisationskrankheiten Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Herz-Kreislauf-Erkrankungen valide bestimmen zu können. Wir fanden erhebliche Schwächen in den publizierten Studien, insbesondere eine unzureichende Studienqualität, unvollständiges Follow-up, unzureichende Randomisierung, hohes Risiko für Performance-Bias und geringe Studiengröße. Die Ergebnisse legen positive Gesundheitseffekte wie etwa einen kurzfristigen Verlust an Körperfett und eine Verbesserung der aeroben Fitness nahe. Vier von zwölf Studien fanden eine Verringerung der Körperfettmasse um 1–4 kg während der Intervention. Acht von elf Studien berichteten eine Verbesserung der VO2max-Werte zwischen 0,3 und 3,1 MET.

Kürzlich veröffentlichten Milanović et al. eine Metaanalyse, die die Evidenz auf Basis von 31 Veröffentlichungen zusammenfasst (31). Sie kommen zu dem Ergebnis, dass Fußball vielseitige positive Effekte auf gesundheitsbezogene Fitnessparameter wie Blutdruck, Körperfett und den Cholesterinspiegel hat. Daraus schlussfolgern die Autoren, dass Fußball eine effektive nichtmedikamentöse Behandlungsoption von lebensstilbedingten Erkrankungen wie Hypertonie und Metabolischem Syndrom darstellt. In unserem systematischen Review konnten wir die Ergebnisse nur im Hinblick auf die Körperfettmasse anhand von vier Studien, die einen positiven Effekt fanden, nachvollziehen. Hinsichtlich des Bluthochdrucks fanden wir keine Effekte beziehungsweise uneindeutige Resultate bei normotensiven Probanden. In drei der vier Studien mit hypertensiven Probanden konnte ein kleiner positiver Effekt auf den systolischen Blutdruck beobachtet werden. Bezüglich des Cholesterinspiegels waren die Ergebnisse in sechs Studien uneindeutig, und vier Studien zeigten keine Verbesserung. Weiterhin war eine geringe Reliabilität im Zusammenhang mit den Labortests aufgefallen.

Milanović und Kollegen kommen zu dem Schluss, dass Fußball „sehr wahrscheinlich einen äußerst großen günstigen Effekt“ auf den systolischen Blutdruck bei Frauen hat (31). Nach unserer Literaturrecherche ist die Evidenz für eine solche Aussage, die sich auf drei Studien mit insgesamt 48 Frauen in den Fußballtrainingsgruppen bezieht, limitiert (12, 14, 15). Es könnte sein, dass die Autoren die statistische Effektstärke der Fußballintervention überinterpretiert haben. So ist eine mittlere Reduktion des systolischen Blutdrucks von 4,2 mm Hg sicher kein „äußerst großer Effekt“, insbesondere im Vergleich zur Wirksamkeit von Ernährungsprogrammen, die eine mittlere Reduktion von 6,7 mm Hg erzielen können (32). Berücksichtigt man darüber hinaus den Mehrfacheinschluss von identischen Studienpopulationen, die tatsächliche klinische Relevanz von Effektgrößen und die Anfälligkeit der Ergebnisse für systematische Verzerrungen, so kommen wir zu deutlich vorsichtigeren Schlussfolgerungen im Vergleich zu Milanović et al.

Die von uns untersuchten Studien sind vor allem limitiert durch (eKasten):

  • kleine Fallzahlen
  • unzureichende Randomisierung
  • fehlende Outcome-Daten aufgrund von Studienabbrüchen
  • eine selektive Auswahl der Ergebnisse und
  • die fehlende Verblindung des Studienpersonals.
Auflistung der häufigsten methodischen Limitationen der eingeschlossenen Studien und daraus resultierende Probleme [List of common methodological shortcomings of included studies and associated problems]
Auflistung der häufigsten methodischen Limitationen der eingeschlossenen Studien und daraus resultierende Probleme [List of common methodological shortcomings of included studies and associated problems]
eKasten
Auflistung der häufigsten methodischen Limitationen der eingeschlossenen Studien und daraus resultierende Probleme [List of common methodological shortcomings of included studies and associated problems]

In keiner Studie wurden adäquate Maßnahmen zur Kompensation von Ausfalleffekten bei Studienabbrechern vorgenommen. Hier wäre es sinnvoll gewesen, eine „intention to treat“-Analyse (ITT) durchzuführen. Auf diese Weise hätte man die Annahme absichern können, dass Probanden, die die Interventionsphase vorzeitig beendeten, dieselben gesundheitlichen Vorteile haben wie Probanden, die das Protokoll komplett durchlaufen. Die wenigen Studien, die ITT anwendeten, haben jedoch keine Outcome-Daten von frühzeitigen Studienabbrechern gesammelt. Stattdessen wurde die „last observation carried forward“-Methode angewendet, die davon ausgeht, dass die Verbesserungen zum Zeitpunkt der vorzeitigen Beendigung der Intervention auch nach Studienabschluss noch bestehen.

Um an dieser Stelle das Bias-Risiko zu verringern, sollten künftig etablierte Methoden zum Umgang mit fehlenden Outcome-Daten in RCTs genutzt werden (33). Darüber hinaus scheint es unerlässlich, die Zahl der Studienteilnehmer zu erhöhen, um falschpositive Ergebnisse zu vermeiden und die statistische Aussagekraft zu erhöhen. Die meisten der analysierten Studien hatten weniger als 25 Probanden in der Interventionsgruppe. Die Studienprotokolle wurden normalerweise nicht veröffentlicht und aus vielen Messwerten wurden Ergebnisse selektiv ausgewählt und publiziert, was das Risiko für Reporting-Bias erhöht. Alle Studien nutzten darüber hinaus vielfältige Outcome-Messungen ohne adäquat für Multiples Testen zu adjustieren. Daher besteht in den untersuchten Studien ein hohes Risiko für Zufallsbefunde (34).

Bedenklich ist außerdem die Wahl von kurzfristigen Studienendpunkten als Ersatz für die langfristige Beobachtung von Morbidität und Mortalität. Will man nachweisen, dass Fußballtraining positive Auswirkungen auf die Gesundheit einer bewegungsarmen Bevölkerung haben kann, müssen langfristige und krankheitsbezogene Outcomes evaluiert werden. Darüber hinaus ist eine sorgfältige Diskussion bezüglich der klinischen Relevanz der Effekte erforderlich.

Unser Review zeigt, dass die bisher durchgeführten Studien keinen eindeutigen gesundheitsfördernden Effekt von Fußballtraining als Präventionsprogramm nachweisen können. Es ist durchaus möglich, dass Gesundheitseffekte bestehen und durch mangelhaftes Studiendesign und kleine Patientengruppen verdeckt wurden. Eine Evidenz auf der Basis von qualitativ hochwertigen Interventionsstudien gibt es derzeit nicht. Unsere Übersichtsarbeit legt nahe, dass die bisher veröffentlichen Ergebnisse zu Fußballinterventionsstudien einem hohen Risiko für systematische Verzerrungen unterliegen.

Bedeutung und Limitationen

Dieses systematische Review untersucht erstmals explizit gesundheitsbezogene Endpunkte in der Beurteilung der Wirksamkeit von fußballbasierten Interventionsstudien, unter besonderer Berücksichtigung der Studienqualität und der Anfälligkeit für systematische Verzerrungen. Es wurden keine weiteren Informationen von den Autoren der eingeschlossenen Studien eingeholt, was eventuell zu einer unvollständigen Datenbasis führte. Wir haben ausschließlich Interventionsstudien und randomisierte kontrollierte Studien berücksichtigt. Mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit von Amateurfußballspielern können hingegen nur mittels Langzeitbeobachtungsstudien eingeschätzt werden und waren nicht Bestandteil dieser Übersicht. Eine Zusammenfassung der Daten in Form einer Metaanalyse war nicht möglich, weil das Risiko der eingeschlossenen Studien für systematische Verzerrungen eine valide quantitative Datensynthese verhinderte.

Resümee

Es gibt eine Vielzahl von veröffentlichten Interventionsstudien, und die Annahme, dass die positiven primärpräventiven Gesundheitseffekte von Fußballtraining wissenschaftlich belegt seien, ist weit verbreitet (15). Die empirische Evidenz zur Stützung dieser Annahme ist jedoch unzureichend. Letztlich kann auf Basis dieses Reviews nur eine kurzfristige Reduktion der Körperfettmasse und eine leichte Verbesserung der aeroben Fitness konstatiert werden (Kasten). Es liegen keine morbiditätsbezogenen Daten zur gesundheitsfördernden Wirkung des Fußballspielens vor. Langzeitinterventionsstudien mit größeren Probandenzahlen und höherer Studienqualität sind erforderlich, um die Evidenzbasis zu stärken.

Zusammenfassung der Review-Ergebnisse nach Krankheitsfeldern
Zusammenfassung der Review-Ergebnisse nach Krankheitsfeldern
Kasten
Zusammenfassung der Review-Ergebnisse nach Krankheitsfeldern

Danksagung

Wir danken Sandra Weinmann für die Unterstützung bei der deutschen Übersetzung des Artikels.

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 9. 4. 2019, revidierte Fassung angenommen: 30. 7. 2019

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. habil. Henning Adamek
Medizinische Klinik 2
Klinikum Leverkusen
Am Gesundheitspark 11
51375 Leverkusen
henning.adamek@klinikum-lev.de

Zitierweise
Eberl M, Tanaka LF, Klug SJ, Adamek HE:
Football as a health promotion strategy—a systematic review of football intervention studies. Dtsch Arztebl Int 2019; 116: 721–8.
DOI: 10.3238/arztebl.2019.0721

►Die englische Version des Artikels ist online abrufbar unter:
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eTabellen, eKasten:
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Medizinische Klinik 2, Klinikum Leverkusen: Prof. Dr. med. habil. Henning Adamek
Flussdiagramm zur systematischen Übersicht nach PRISMA-Kriterien
Flussdiagramm zur systematischen Übersicht nach PRISMA-Kriterien
Grafik 1
Flussdiagramm zur systematischen Übersicht nach PRISMA-Kriterien
Bewertung von Studienqualität und Bias-Risiken
Bewertung von Studienqualität und Bias-Risiken
Grafik 2
Bewertung von Studienqualität und Bias-Risiken
Zusammenfassung der Review-Ergebnisse nach Krankheitsfeldern
Zusammenfassung der Review-Ergebnisse nach Krankheitsfeldern
Kasten
Zusammenfassung der Review-Ergebnisse nach Krankheitsfeldern
Überblick über die 17 eingeschlossenen Studien (S1–S17)
Überblick über die 17 eingeschlossenen Studien (S1–S17)
Tabelle 1
Überblick über die 17 eingeschlossenen Studien (S1–S17)
Zusammenfassung der Ergebnisse der eingeschlossenen Studien (S1–S17)
Zusammenfassung der Ergebnisse der eingeschlossenen Studien (S1–S17)
Tabelle 2
Zusammenfassung der Ergebnisse der eingeschlossenen Studien (S1–S17)
Auflistung der häufigsten methodischen Limitationen der eingeschlossenen Studien und daraus resultierende Probleme [List of common methodological shortcomings of included studies and associated problems]
Auflistung der häufigsten methodischen Limitationen der eingeschlossenen Studien und daraus resultierende Probleme [List of common methodological shortcomings of included studies and associated problems]
eKasten
Auflistung der häufigsten methodischen Limitationen der eingeschlossenen Studien und daraus resultierende Probleme [List of common methodological shortcomings of included studies and associated problems]
Systematische Suchstrategie aufgeschlüsselt nach Datenbank [Detailed search strategy]
Systematische Suchstrategie aufgeschlüsselt nach Datenbank [Detailed search strategy]
eTabelle 1
Systematische Suchstrategie aufgeschlüsselt nach Datenbank [Detailed search strategy]
Forschungsfrage im PICOS-Format und zugehörige Liste der Ausschlusskriterien [Review question in PICOS scheme and list of associated exclusion criteria]
Forschungsfrage im PICOS-Format und zugehörige Liste der Ausschlusskriterien [Review question in PICOS scheme and list of associated exclusion criteria]
eTabelle 2
Forschungsfrage im PICOS-Format und zugehörige Liste der Ausschlusskriterien [Review question in PICOS scheme and list of associated exclusion criteria]
Zuordnung der 32 eingschlossenen zu den 17 verschiedenen Studien [Breakdown of the 32 included publications on 17 different studies]
Zuordnung der 32 eingschlossenen zu den 17 verschiedenen Studien [Breakdown of the 32 included publications on 17 different studies]
eTabelle 3
Zuordnung der 32 eingschlossenen zu den 17 verschiedenen Studien [Breakdown of the 32 included publications on 17 different studies]
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