ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2019Fallpauschalen: Marburger Bund für Herausnahme der Arztkosten

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Fallpauschalen: Marburger Bund für Herausnahme der Arztkosten

Dtsch Arztebl 2019; 116(43): A-1925 / B-1581 / C-1549

Osterloh, Falk

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Der Marburger Bund (MB) befürwortet eine Herausnahme der Personalkosten für den ärztlichen Dienst aus den Fallpauschalen – analog zur Herausnahme der Pflegepersonalkosten, die die Bundesregierung ab dem kommenden Jahr festgelegt hat. „Wir machen uns große Sorgen, was mit den verbleibenden Berufsgruppen passiert, wenn die Kosten für das Pflegepersonal ausgegliedert werden“, sagte der 1. Vorsitzende des MB, Rudolf Henke. Falsche Anreize im System der diagnosebezogenen Fallpauschalen (DRG) hätten zu Einsparungen in der Pflege geführt – unter anderem auch, weil die Bundesländer nur begrenzt ihrer Pflicht nachkämen, den Krankenhäusern ihre Investitionskosten zu finanzieren. „Wenn jetzt keine Ansparungen mehr im Pflegebereich möglich sind: Woher will man sich dann das Geld holen, das den Krankenhäusern auch wegen der unzureichenden Investitionskostenfinanzierung fehlt?“, fragte Henke. „Wir hören aus den Krankenhäusern, dass nun nichts anderes übrigbleibe, als das Geld bei den nächststärksten Berufsgruppen einzusparen. Und das sind die Ärzte.“ Insbesondere bei privaten Trägern werde dies mit einem drohenden Unterton gegenüber der Belegschaft angekündigt. „Das macht uns sehr besorgt“, so Henke. Deshalb müsse man auch bei der Ärzteschaft mit derselben Logik argumentieren wie bei der Pflege und die Kosten für den ärztlichen Dienst aus den Fallpauschalen herausrechnen. Es gebe bereits Vertreter von Bundesländern, die erklärten: Sollte es tatsächlich so kommen, müsse man sich ein neues System zur Finanzierung der Krankenhäuser überlegen. fos

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