ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2019Randnotiz: Sozialwahl Kosten senken

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Randnotiz: Sozialwahl Kosten senken

Dtsch Arztebl 2019; 116(43): A-1925 / B-1581 / C-1549

Maybaum, Thorsten

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Bei der Sozialwahl wählen die Versicherten ihre ehrenamtlichen Vertreter alle sechs Jahre in die Verwaltungsräte der Krankenkassen. Ein Akt der Selbstverwaltung, der den Versicherten ein gewisses Mitspracherecht geben soll – auch wenn auf den Listen zumeist unbekannte Namen stehen. Dennoch zeigte sich zuletzt – nach einem stetigen Niedergang der Wahlbeteiligung –, dass das Interesse der Wähler zumindest ein bisschen vorhanden ist. So stieg die Wahlbeteiligung 2017 von 30,15 Prozent auf 30,42 Prozent. Allerdings war diese in den 30 Jahren zuvor stetig von 43,85 Prozent gesunken. Im Abschlussbericht zu der Sozialwahl 2017 ist von einer Trendumkehr die Rede. Das wird sich bei der nächsten Sozialwahl 2023 noch zeigen müssen. Die Große Koalition hatte sich eigentlich darauf verständigt, die Sozialwahl zu reformieren. Passiert ist bisher nichts – die Reform steht

sicher nicht oben auf der Agenda. Es sei denn, man würde die Kosten senken und die Wahlbeteiligung erhöhen wollen. Eine Umfrage unter Ersatzkassenversicherten ergab jetzt, dass sich 64 Prozent der Befragten für die Einführung von Onlinewahlen aussprechen. Die Idee ist nicht neu. Bisher scheiterte das Vorhaben. Auch bis 2023 bliebe nicht mehr viel Zeit. Schließlich müssen eine Reihe von Fristen eingehalten werden. Anzunehmen ist, dass eine reine Onlinewahl Kosten sparen könnte. Allein die Sozialwahl 2017 kostete 59,3 Millionen Euro. Davon entfielen 24,1 Millionen Euro auf Herstellung und Verteilung (Porto) der Wahlunterlagen sowie die Stimmauszählung. 10,8 Millionen Euro kamen für das Rückporto der Wahlbriefe zusammen.

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