ArchivDeutsches Ärzteblatt43/2019Ärztekammer Bremen: Neue Weiter­bildungs­ordnung beschlossen

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Ärztekammer Bremen: Neue Weiter­bildungs­ordnung beschlossen

Dtsch Arztebl 2019; 116(43): A-1975

EB

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Die Delegiertenversammlung der Ärztekammer Bremen hat Anfang September eine neue Weiter­bildungs­ordnung (WBO) für Bremen beschlossen. Sie soll zum 1. Juli 2020 in Kraft treten. Der Beschluss setzt weitgehend die im November 2018 vom Vorstand der Bundes­ärzte­kammer verabschiedete Novelle der Muster-Weiter­bildungs­ordnung (MWBO) um.

Die Zusatzbezeichnung Homöopathie wurde gestrichen. Foto: Africa studio/stock.adobe.com
Die Zusatzbezeichnung Homöopathie wurde gestrichen. Foto: Africa studio/stock.adobe.com

Damit sollen Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung möglichst reibungslos das Bundesland wechseln können, ohne dass sie zusätzliche Vorgaben für ihre woanders begonnene Weiterbildung erfüllen müssten, hieß es.

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Mit der Novelle ebnen die Delegierten auch den Weg für die Digitalisierung der Weiterbildung. So soll die Antragsbearbeitung mit Inkrafttreten der Novelle elektronisch möglich sein – und dabei die ebenfalls in der WBO vorgesehene elektronische Dokumentation der Weiterbildung im sogenannten E-Logbuch einbezogen werden.

In einigen Punkten wichen die Delegierten dennoch von der MWBO ab: So wurde die Zusatzbezeichnung Homöopathie gestrichen, „da wissenschaftliche Nachweise ihrer Wirksamkeit fehlen“. In der Weiterbildung Allgemeinmedizin ermöglichten die Delegierten im Unterschied zur MWBO hausärztlich tätigen Internisten, sich auch künftig an der Weiterbildung in der ambulanten hausärztlichen Versorgung im Gebiet Allgemeinmedizin zu beteiligen.

Die WBO regelt das Erlernen spezieller ärztlicher Fähigkeiten und Fertigkeiten nach abgeschlossenem Studium der Humanmedizin und Erteilung der Erlaubnis, die ärztliche Tätigkeit auszuüben. EB

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Avatar #699807
yokochi
am Samstag, 26. Oktober 2019, 15:41

Richtige Entscheidung

Ein richtiger und mutiger Schritt. Homöopathie wird nun nicht mehr geadelt. Wer Homöopathie anbieten will, kann dies ja tun. Niemand wird gehindert.
Avatar #699807
yokochi
am Samstag, 26. Oktober 2019, 15:41

Richtige Entscheidung

Ein richtiger und mutiger Schritt. Homöopathie wird nun nicht mehr geadelt. Wer Homöopathie anbieten will, kann dies ja tun. Niemand wird gehindert.
Avatar #787913
FredHolgerLudwig
am Freitag, 25. Oktober 2019, 13:56

Entscheidung gegen Therapiefreiheit

Meiner Einschätzung nach trifft die Ärztekammer Bremen mit dem Aus der ärztlichen Weiterbildung in Homöopathie eine falsche Entscheidung. Viele Patienten wünschen sich eine Behandlung mit Homöopathie. Wer Ärzten die Möglichkeit nimmt, sich in diesem Bereich weiter zu qualifizieren, nimmt letztlich Patienten die Therapiefreiheit. Das Votum gegen die Verankerung der Homöopathie in der ärztlichen Weiter­bildungs­ordnung ist eine Gefahr für die Patientensicherheit. Denn sie werden sich weiter homöopathisch behandeln lassen. Und es ist doch besser, wenn das bei einem fachlich qualifizierten Arzt geschieht.
Dr. med. Fred-Holger Ludwig
Avatar #787913
FredHolgerLudwig
am Freitag, 25. Oktober 2019, 13:46

Entscheidung gegen Therapiefreiheit

Meiner Einschätzung nach trifft die Ärztekammer Bremen mit dem Aus der ärztlichen Weiterbildung in Homöopathie eine falsche Entscheidung. Viele Patienten wünschen sich eine Behandlung mit Homöopathie. Wer Ärzten die Möglichkeit nimmt, sich in diesem Bereich weiter zu qualifizieren, nimmt letztlich Patienten die Therapiefreiheit. Das Votum gegen die Verankerung der Homöopathie in der ärztlichen Weiter­bildungs­ordnung ist eine Gefahr für die Patientensicherheit. Denn sie werden sich weiter homöopathisch behandeln lassen. Und es ist doch besser, wenn das bei einem fachlich qualifizierten Arzt geschieht.
Dr. med. Fred-Holger Ludwig

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