ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2019Günter Ollenschläger: Gesundheitskompetenz: Begriff mit Leben füllen

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Günter Ollenschläger: Gesundheitskompetenz: Begriff mit Leben füllen

Dtsch Arztebl 2019; 116(44): A-2033 / B-1665 / C-1629

Krüger-Brand, Heike E.

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Günter Ollenschläger, Foto: Michael Wodak/MedizinFotoKöln
Günter Ollenschläger, Foto: Michael Wodak/MedizinFotoKöln

Bereits als Leiter des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin war Prof. Dr. rer. nat. Dr. med. Günter Ollenschläger (68) mit Gesundheitskompetenz befasst. Stichwort: Patienteninformation. Seit 2014 im Ruhestand, hat ihn das Thema erneut gepackt. Ollenschläger, Professor an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln, ist Mitgründer des Anfang 2019 gestarteten Deutschen Netzwerks Gesundheitskompetenz (dngk.de). „Es gibt zwar Initiativen zur Förderung der Gesundheitskompetenz, allerdings stark sektoral aufgegliedert“, begründet Ollenschläger die Initiative. Der nationale Aktionsplan sei stark erziehungswissenschaftlich geprägt, auch komme in der Versorgungsrealität zu wenig an. „Im Mittelpunkt sollte stehen: Implementierung von guten Maßnahmen zur Stärkung des Patienten im Kontakt mit den Leistungserbringern, den Ärztinnen und Ärzten“, betont er. Über den Verein soll eine multiprofessionelle Gruppe aufgebaut werden, die „bottom up“ versucht, die „Worthülse Gesundheitskompetenz“ mit Leben zu füllen. Zentrales Ziel ist, Best-Practice-Beispiele zu identifizieren und bekannt zu machen. „Wir wollen zudem als ersten Schwerpunkt Organisationsentwicklung in Krankenhäusern unter dem Aspekt Gesundheitskompetenz fördern“, sagt Ollenschläger. Im November will der Verein hierzu ein Positionspapier veröffentlichen, um Projekte zur Patientenzentrierung anzustoßen. Auch will sich die Initiative in die Diskussion zur Entwicklung des nationalen Gesundheitsportals einbringen und dazu beitragen, Patienteninformationen verständlicher zu machen. Heike E. Krüger-Brand

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