ArchivDeutsches Ärzteblatt27/1996Apotheker sind gegen Wegfall der Preisbindung

POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern

Apotheker sind gegen Wegfall der Preisbindung

EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS ESCHBORN. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) hat auf Presseberichte reagiert, wonach EU-Kommissar Martin Bangemann gefordert haben soll, europaweit die Preisbindung für rezeptfreie Medikamente abzuschaffen. Die vorhandene Arzneimittelpreisverordnung sei zum Schutz der Bevölkerung unerläßlich, heißt es in einer Stellungnahme. Das Prinzip der festen Abgabepreise sei vor allem deshalb eingerichtet worden, um kranken Menschen zeitraubende Preisvergleiche zu ersparen.
Aus gutem Grund sei Apothekern "marktschreierische Werbung" durch die Berufsordnung untersagt, äußerte die ABDA. Wer freie Preise fordere, müsse gleichzeitig auch die Werbung für Sonderangebote zulassen. "Ramschverkäufe" und "Wühltische" seien die Folge. Wettbewerb über den Preis führe zwangsläufig zum Mehrverbrauch. Dies könne kein verantwortungsbewußt denkender Politiker wollen. EB
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote