ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2019Christoph Kleinschnitz: Erforschung des Immunsystems bei Schlaganfällen

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Christoph Kleinschnitz: Erforschung des Immunsystems bei Schlaganfällen

Dtsch Arztebl 2019; 116(44): A-2033 / B-1665 / C-1629

Spielberg, Petra

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Christoph Kleinschnitz, Foto: UDE UK Essen
Christoph Kleinschnitz, Foto: UDE UK Essen

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat an der Universität Duisburg-Essen eine neue Forschungsgruppe zum Schlaganfall eingerichtet. ImmunoStroke ist ein Gemeinschaftsprojekt der Universitäten Essen, München, Hamburg und Münster und wird mit 4,5 Millionen Euro gefördert. Ziel ist es, die noch weitgehend unbekannten Mechanismen und immunologischen Wechselwirkungen in der chronischen Phase nach einem Schlaganfall aufzudecken und neue Standards bei der Behandlung zu setzen. „In unseren Vorarbeiten konnten wir mithilfe verschiedener Modelle zeigen, dass insbesondere T-Zellen und Mikroglia und deren Interaktion mit Neuronen eine wichtige Bedeutung für das langfristige Schlaganfall-Outcome haben“, erklärte der Sprecher von ImmunoStroke, Prof. Dr. med. Christoph Kleinschnitz, Direktor der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Essen (UKE). Daher wolle sich die Forschungsgruppe zunächst diesen Zelltypen widmen. Zugleich soll eine Bestandsaufnahme aller Immunzellen vorgenommen werden, die bei Schlaganfallpatienten aktiv sind.

Kleinschnitz leitet seit Mai 2016 die Klinik für Neurologie am UKE. Ein zentrales Forschungsthema des 45-Jährigen ist die Untersuchung der Gemeinsamkeiten zwischen multipler Sklerose und Schlaganfällen, um daraus neue Therapieansätze ableiten zu können. Der Neurologe studierte Medizin an der Universität Würzburg. Bevor er an die UKE wechselte, arbeitete er mehrere Jahre an der Neurologischen Universitätsklinik Würzburg. Petra Spielberg

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