ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2019Telemedizin: Nordrhein-Westfalen fördert ambulante Versorgung

AKTUELL

Telemedizin: Nordrhein-Westfalen fördert ambulante Versorgung

Hillienhof, Arne

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Insbesondere der Aufbau der Infrastruktur für Telekonsile und für Videosprechstunden wird durch das Förderprogramm unterstützt. Foto: picture alliance/Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Insbesondere der Aufbau der Infrastruktur für Telekonsile und für Videosprechstunden wird durch das Förderprogramm unterstützt. Foto: picture alliance/Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) fördert die Telemedizin im ambulanten Bereich mit zwei Millionen Euro. Ein entsprechendes Förderprogramm hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales mit den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) und den Hausärzteverbänden des Landes sowie den Krankenkassen entwickelt. „In der Vergangenheit haben wir vorwiegend Einzelprojekte gefördert. Jetzt ist es an der Zeit, die Ergebnisse in die Fläche zu bringen und die Vorteile der Telemedizin jedem Patienten unabhängig von seinem Wohnort zugänglich zu machen“, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU).

Im Rahmen des Programms können Arztpraxen, Pflegeheime, ambulante Pflegedienste und Hospize die Förderung technischer Telemedizinkomponenten und E-Health-Fortbildungen beantragen. Gefördert wird zum Beispiel die technische Infrastruktur für Telekonsile, für Videosprechstunden zwischen Ärzten und Patienten, zur telemedizinisch gestützten Delegation oder zur elektronischen Visite in der Pflege. Die Förderanträge können bis zum 16. Februar 2020 gestellt werden. Die KVen begrüßen das Programm: „Telemedizinische Anwendungen können im Versorgungsalltag einen großen Nutzen darstellen“, sagte Thomas Müller, Vorstandsmitglied der KV Westfalen-Lippe. Es sei eine sinnvolle Ergänzung des gezielten Einsatzes für telemedizinische Projekte, betonte Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein. hil

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote