ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2019Organtransplantation: Spahn will Debatte über Lebendspenden

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Organtransplantation: Spahn will Debatte über Lebendspenden

Dtsch Arztebl 2019; 116(44): A-1990 / B-1630 / C-1598

KNA

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Derzeit werden in Deutschland vor allem Nieren und Teile der Leber von lebenden Spenderinnen und Spendern auf Patienten übertragen. Foto: picture alliance/dpa
Derzeit werden in Deutschland vor allem Nieren und Teile der Leber von lebenden Spenderinnen und Spendern auf Patienten übertragen. Foto: picture alliance/dpa

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) will im Rahmen der Reform der Organspende auch eine Diskussion über Lebendspenden anregen. „Wir haben noch eine Debatte zu führen über das Thema Lebendspenden“, sagte der Minister nach einem Bericht des Magazins Spiegel auf einer Veranstaltung des Bundesverbands der Organtransplantierten.

Im Dezember will der Bundestag über eine Neuregelung der postmortalen Organspende entscheiden. Zur Abstimmung steht dabei auch Spahns Gesetzentwurf für die Einführung der sogenannten Widerspruchslösung. „Aus meiner Sicht ist es damit noch nicht zu Ende“, zitiert das Magazin den Minister. Nach heutiger Rechtslage dürften nur enge Angehörige und nahestehende Personen zu Lebzeiten Organe spenden. Einige Experten forderten aber, Lebendspenden auf einen größeren Personenkreis auszudehnen. Eine Diskussion um diese ethische Grundsatzfrage schiebe man seit Jahren vor sich her, monierte Spahn. Gerade für Nierenkranke seien Lebendspenden wichtig. kna

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