ArchivDeutsches Ärzteblatt44/2019Patientensicherheit: Aus den Fehlern der anderen lernen

ÄRZTESTELLEN: Kurz notiert

Patientensicherheit: Aus den Fehlern der anderen lernen

Dtsch Arztebl 2019; 116(44): [4]

Glöser, Sabine

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Foto: goodluz/stock.adobe.com
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Trotz der hohen Behandlungsqualität in deutschen Krankenhäusern gibt es immer noch Möglichkeiten, diese stetig zu verbessern. Höchste Priorität habe es, für die Sicherheit der rund 20 Millionen Patienten zu sorgen, die pro Jahr in deutschen Krankenhäusern stationär behandelt werden. Darauf hat unlängst der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) anlässlich des Welttags der Patientensicherheit hingewiesen.

Es gehe um eine gelebte Sicherheitskultur, sagte VKD-Präsident Dr. Josef Düllings. Diese sollte es allen Mitarbeitenden zur Selbstverständlichkeit werden lassen, aus Beinahefehlern und kritischen Ereignisse zu lernen und das Verhalten und Agieren im Team in schwierigen Situationen regelmäßig zu trainieren. Auch sollte es selbstverständlich sein, untereinander und mit den Patienten so zu kommunizieren, dass keine Missverständnisse entstehen um Fehlermeldesysteme und die Sicherheit der Patientendaten im digitalisierten Krankenhaus.

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Aus Sicht des VKD nimmt das Tempo der Umbrüche in der Krankenhauslandschaft zu: Kliniken fusionieren, Zentren werden gegründet, die Digitalisierung nimmt Fahrt auf. All dies erfordere, die Qualitätssicherung neu zu justieren und Veränderungen immer mit Blick auf die Patientensicherheit vorzunehmen. „Dass dies gelingt, wenn auch unter schwierigen wirtschaftlichen und oft auch personellen Bedingungen, demonstrieren die jährlich erhobenen Daten der externen Qualitätssicherung“, betonte der Verband.

Der VKD unterstützt das Aktionsbündnis Patientensicherheit, das sich für die Weiterentwicklung einrichtungsübergreifender Fehlermelde- und Lernsysteme einsetzt. Dahinter steckt die Idee, Infos aus bereits an den Kliniken vorhandenen Systemen zusammenzuführen, um Arbeitsprozesse zu verbessern. „Entscheidend ist, dass wir eine Atmosphäre schaffen, in der auch über Behandlungsfehler offen gesprochen wird und Strukturen vorhanden sind, die es uns ermöglichen, aus Fehlern anderer zu lernen“, sagte Hedwig François-Kettner, Vorsitzende des Aktionsbündnisses. sg

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