ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2019Stationäre Versorgung: Malteser wollen Großteil ihrer Krankenhäuser abgeben

AKTUELL

Stationäre Versorgung: Malteser wollen Großteil ihrer Krankenhäuser abgeben

Dtsch Arztebl 2019; 116(45): A-2056 / B-1686 / C-1650

afp; KNA

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Abgabe wegen nicht mehr möglicher Kostendeckung: Malteser ziehen sich aus Akutkliniken zurück. Foto: picture alliance/dpa/Zentralbild
Abgabe wegen nicht mehr möglicher Kostendeckung: Malteser ziehen sich aus Akutkliniken zurück. Foto: picture alliance/dpa/Zentralbild

Die Malteser in Deutschland trennen sich vom Großteil ihrer Krankenhäuser: Die Organisation kündigte jüngst in Köln an, sie wolle die Trägerschaft von sechs ihrer acht Akutkliniken abgeben. Erste Gespräche mit potenziellen neuen Eigentümern sollten im ersten Quartal 2020 abgeschlossen werden. Künftig werden sich die Malteser auf den Geschäftsbereich „Wohnen und Pflege“ konzentrieren. Die stationäre Krankenversorgung in Deutschland sei von Vergütungen geprägt, die die Kostensteigerungen nur teilweise abdeckten, hieß es zur Begründung. Zudem sei die Investitionsförderung unzureichend. Dies mache es insbesondere für kleinere Betreiber schwierig, die Kostendeckung aufrechtzuerhalten. Trennen wollen sich die Malteser von ihren Krankenhäusern in Bonn, Köln, Duisburg, Krefeld-Uerdingen, Görlitz und Kamenz. Weitergeführt würden das vor zwei Jahren übernommene Waldkrankenhaus Sankt Marien in Erlangen, das in Partnerschaft mit der Evangelisch-Lutherischen Diakonieanstalt geplante „Malteser-Diako-Klinikum“ in Flensburg sowie die Fachklinik für Naturheilverfahren im unterfränkischen Bad Brückenau. Die sechs Kliniken beschäftigen nach Angaben eines Malteser-Sprechers rund 3 900 Mitarbeiter und erzielten einen Jahresumsatz von zusammen 312 Millionen Euro. Das Engagement im Krankenhausbereich „werde schweren Herzens“ reduziert, sagte der Generalbevollmächtigte der Malteser Deutschland gGmbH, Karl Prinz zu Löwenstein. afp/kna

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema