ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2019Künstliche Intelligenz: Neues Zentrum in Norddeutschland

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Künstliche Intelligenz: Neues Zentrum in Norddeutschland

Dtsch Arztebl 2019; 116(45): A-2090

Hillienhof, Arne

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Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie wird ein norddeutsches Kompetenzzentrum für künstliche Intelligenz in der Medizin fördern. An dem Vorhaben namens „KI-Space für intelligente Gesundheitssysteme“ (KI-SIGS) sind neben Lübeck als Hauptantragsteller die Universitäten Hamburg, Kiel und Bremen sowie das Deutsche Forschungszentrum für künstliche Intelligenz beteiligt. Die Fördersumme beträgt in den kommenden drei Jahren rund zehn Millionen Euro.

Im Zentrum stehen intelligente Gesundheitssysteme. Diese umfassen unter anderem adaptive medizinische Systeme, lernende robotische Assistenzsysteme und Smart-Living-Home-Assistenten. Eingebettet sollen diese sein in ein Ökosystem von verschiedenen Stakeholdern, Techniken sowie Unternehmen in Norddeutschland.

Die Kompetenzen der Beteiligten liegen laut der Projektbeschreibung unter anderem in der KI-basierten multimodalen Diagnostik. Mit dieser lassen sich laut Projektbeschreibung große Mengen medizinischer und klinischer aber auch verhaltensbezogener, sozialer und mobiler Gesundheits- sowie Pflegedaten zusammenführen, um eine ganzheitliche Sicht auf den Patienten zu gewinnen. Weitere Schwerpunkte sind Prädiktion und Prognose: „Durch den Einsatz von KI-Systemen zur klinischen Vorhersage- und Entscheidungsunterstützung profitieren Gesellschaft und Gesundheitswirtschaft gleichermaßen. Die Anwendung prädiktiver Analysefunktionen auf Patientenpopulationen zeigen mögliche vorbeugende Maßnahmen auf, tragen zur Reduzierung gesundheitlicher Risiken bei und helfen, unnötige Kosten zu vermeiden“, so die KI-SIGS-Initiatoren. Außerdem geht es bei dem Vorhaben um medizinische Assistenzsysteme, die Training, Therapie, Rehabilitation oder das Wohnen im Alter zu Hause verbessern und erleichtern sollen. hil

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