ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2019Ärztlich assistierter Suizid: Weltärztebund bestätigt Ablehnung

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Ärztlich assistierter Suizid: Weltärztebund bestätigt Ablehnung

Hillienhof, Arne

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Die 70. Generalversammlung des Weltärztebundes (WMA) hat in einer Deklaration die Ablehnung von Euthanasie und ärztlich unterstütztem Suizid bekräftigt. Danach liegt Euthanasie vor, wenn ein Arzt bewusst eine tödliche Substanz verabreicht oder eine Intervention durchführt, um den Tod eines entscheidungsfähigen Patienten auf eigenen freiwilligen Wunsch des Patienten zu verursachen. Ärztlich assistierter Selbstmord beziehe sich auf Fälle, in denen ein Arzt auf freiwilligen Wunsch eines entscheidungsfähigen Patienten diesem bewusst ermögliche, sein eigenes Leben zu beenden, indem er medizinische Substanzen mit der Absicht verschreibe oder bereitstelle, den Tod herbeizuführen. Ein Arzt, der das Grundrecht des Patienten auf Ablehnung der medizinischen Behandlung respektiere, handle nicht unethisch, indem er auf unerwünschte Pflege verzichte, auch wenn die Einhaltung eines solchen Wunsches zum Tod des Patienten führe. „Ärzte sind dem Leben verpflichtet. Es ist wichtig, dass der Weltärztebund das noch einmal zum Ausdruck gebracht hat“, kommentierte Bundesärztekammerpräsident Dr. med. (I) Klaus Reinhardt die Deklaration. Ärzte dürften nicht dazu gezwungen werden, Patienten bei der Selbsttötung zu unterstützen oder Euthanasie durchzuführen. „Da wir Konsultationskonferenzen mit allen Kontinenten der Welt durchgeführt haben, glauben wir, dass diese überarbeitete Formulierung mit den Ansichten der meisten Ärzte weltweit übereinstimmt“, sagte der Vorstandsvorsitzende des WMA, Dr. med. Frank Ulrich Montgomery. hil

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