ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2019Elektronische Patientenakte: Knappe Zeitvorgaben

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Elektronische Patientenakte: Knappe Zeitvorgaben

Dtsch Arztebl 2019; 116(45): A-2054

Hillienhof, Arne

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Die Zeitplan- Vorgaben für die elektronische Patientenakte erfordern eine enge Abstimmung unter allen Beteiligten. Foto: alexskopje/stock.adobe.com
Die Zeitplan- Vorgaben für die elektronische Patientenakte erfordern eine enge Abstimmung unter allen Beteiligten. Foto: alexskopje/stock.adobe.com

Der Zeitplan zur Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) ist sehr eng. Darauf hat Dr. rer. pol. Thomas Kriedel den Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) im Interview mit KVon hingewiesen. Die Krankenkassen sind verpflichtet, ihren Versicherten ab Anfang 2021 eine ePA anzubieten. Der Kabinettsentwurf für das Digitale Versorgung-Gesetz enthält die Verpflichtung für Ärzte und psychologische Psychotherapeuten, ab dem 1. Juli 2021 die notwendige Ausstattung vorzuhalten, um Daten in die ePA übertragen und auslesen zu können. Andernfalls droht eine Kürzung der Vergütung um ein Prozent. Wichtig ist laut Kriedel, dass alle Beteiligten eng zusammenarbeiten, also KBV, gematik und Industrie. Notwendig sei unter anderem ein Update des E-Health-Konnektors, „damit der Arzt beispielsweise medizinische Daten mit Signatur an einen Kollegen oder in die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) verschicken kann“. Mit diesem Update sei es dann auch möglich, die medizinischen Anwendungen Notfalldatenmanagement und elektronischer Medikationsplan zu nutzen. Bisher kann der Konnektor lediglich die Versichertenstammdaten abgleichen. Die gematik werde die Technik für die ePA spezifizieren, damit die Krankenkassen auf dieser Basis ihren Versicherten eine Patientenakte zur Verfügung stellen könnten.

Die KBV selbst habe die zentrale Aufgabe, die medizinischen Inhalte für die Patientenakte zu definieren. Wichtig sei aber auch, dass die Hersteller der Praxisverwaltungssysteme ihren technischen Beitrag leisteten, „damit die ePA auch in die Krankenhäuser und in die Praxen kommen kann“, so Kriedel. hil

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