ArchivDeutsches Ärzteblatt PP11/2019Robert-Enke-Stiftung: Aufklärung über Depressionen mit Virtual-Reality

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Robert-Enke-Stiftung: Aufklärung über Depressionen mit Virtual-Reality

PP 18, Ausgabe November 2019, Seite 484

Bühring, Petra

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Nicht-Betroffene erhalten Einblick in die Gefühlswelt von Menschen mit Depressionen. Foto: picture alliance/Kay Nietfeld/dpa
Nicht-Betroffene erhalten Einblick in die Gefühlswelt von Menschen mit Depressionen. Foto: picture alliance/Kay Nietfeld/dpa

Jedes Jahr begehen rund 10 000 Menschen in Deutschland Suizid aufgrund von Depressionen. „Viele Suizide sind vermeidbar, denn psychische Erkrankungen sind behandelbar. Darauf wollen wir aufmerksam machen“, sagte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn bei der Vorstellung des Projekts „Impression Depression“ der Robert-Enke-Stiftung Mitte Oktober in Berlin. Das Projekt will mithilfe von Virtual-Reality (VR) über Depressionen aufklären und einen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt von Betroffenen bieten. So sollen auch Nicht-Betroffene sensibilisiert und ein besseres Verständnis für die Krankheit generiert werden. Anlass der Aufklärungskampagne ist der zehnte Todestag des ehemaligen Fußball-Nationalspielers Robert Enke, der sich am 10. November 2009 aufgrund einer Depression das Leben nahm.

Nach einer Einleitung wird dazu 15 Minuten lang die Gefühls- und Erlebniswelt eines depressiv erkrankten Menschen mithilfe einer VR-Brille und Kopfhörern dargestellt. Die Teilnehmer tragen dabei eine Gewichtsweste, um auch die erdrückende Schwere nachvollziehen zu können, die Betroffene häufig empfinden. Die Robert-Enke-Stiftung hat das Projekt „Impression Depression“ mit Psychotherapeuten, VR-Experten und Betroffenen entwickelt. Das Projekt wird ab November in verschiedenen Städten in Deutschland verfügbar sein: Es kann von Hochschulen, Unternehmen und anderen Organisationen angefordert werden. Informationen gibt es bei der Stiftung (www.robert-enke-stiftung.de).

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Die Stiftung will in erster Linie das Thema Depression enttabuisieren. Darüber hinaus bietet sie in Zusammenarbeit mit der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik der RWTH Aachen eine Beratungshotline hauptsächlich für Leistungssportler an: 02 41/80 36 777. PB

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