ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2019Kontrazeptiva: Heteronormativer Bias
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Etwas gewundert habe ich mich über die Formulierung in Ihrem Artikel „Auch fehlende heterosexuelle Kontakte mit den daraus folgenden Implikationen für die Bewertung der eigenen Person können im Jugendalter zu einer Depression führen.“ Ist damit nicht sexueller gegengeschlechtlicher Kontakt gemeint? Sicher ist ein solcher nicht Voraussetzung einer positiven Bewertung der eigenen Person. Oder ist damit ein genuin (hetero-)sexueller Kontakt gemeint? Für homosexuelle Menschen wird ein heterosexueller Kontakt wohl auch kaum dazu führen, dass diese seltener eine depressive Erkrankung entwickeln. Hier scheint mir am ehesten ein heteronormativer Bias vorzuliegen.

Ein Weglassen des unnötigen, explizierenden „hetero-“ wäre aus meiner Sicht an dieser Stelle angebracht. Sexuelle Kontakte stellen für alle Menschen, egal welcher Orientierung, einen möglichen Resilienzfaktor dar.

Steffen Willun, 12047 Berlin

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