ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2019Herzinsuffizienz: Neue Auflage der Nationalen Versorgungsleitlinie erschienen

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Herzinsuffizienz: Neue Auflage der Nationalen Versorgungsleitlinie erschienen

Dtsch Arztebl 2019; 116(46): A-2154 / B-1762 / C-1722

Hillienhof, Arne

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Diagnostik und Therapieplanung sind zwei Aspekte, die in der Neuauflage der Leitlinie zur chronischen Herzinsuffizienz behandelt werden. Foto: auremar/stock.adobe.com
Diagnostik und Therapieplanung sind zwei Aspekte, die in der Neuauflage der Leitlinie zur chronischen Herzinsuffizienz behandelt werden. Foto: auremar/stock.adobe.com

In der dritten Auflage der Nationalen Versorgungsleitlinie (NVL) zur chronischen Herzinsuffizienz haben Vertreterinnen und Vertreter aus 20 Fachgesellschaften und Organisationen den aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaft zusammengefasst und Empfehlungen ausgesprochen. Die multidisziplinär zusammengesetzte Leitliniengruppe hat dazu die Inhalte der Kapitel zu Diagnostik, Therapieplanung, nichtmedikamentöser Therapie, Komorbiditäten, akuter Dekompensation, Rehabilitation und Palliativversorgung der Leitlinie vollständig überarbeitet. Die Inhalte der bereits 2017 aktualisierten Kapitel zur medikamentösen und invasiven Therapie sowie zur Versorgungskoordination haben die Autorinnen und Autoren geprüft und bestätigt.

Herzinsuffizienz ist in Deutschland der häufigste Grund für Klinikeinweisungen und gehört zu den häufigsten Todesursachen. Ziel der NVL ist es, die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz zu verbessern. Die Leitlinienautoren empfehlen dafür einen individuellen Behandlungsansatz, der Begleiterkrankungen, psychosoziale Aspekte und Präferenzen der Patienten mit berücksichtigt. Sie diskutieren dazu beispielsweise den Stellenwert körperlichen Trainings, Besonderheiten der Behandlung bei Ko- und Multimorbidität, Kriterien für eine stationäre Einweisung, Indikationen für Rehamaßnahmen und die frühzeitige Planung für palliative Situationen. Wichtige Neuerungen haben die Autoren in einem Faltblatt „Was ist wichtig? Was ist neu?“ dargestellt. Zudem sind neben der ärztlichen Leitlinie Patientenblätter zu wichtigen Entscheidungs- oder Informationssituationen erschienen. Sie sollen die behandelnden Ärzte in der Beratung der Patienten unterstützen und so zur gemeinsamen Entscheidungsfindung beitragen.

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Das Programm für NVL tragen die Bundes­ärzte­kammer, die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Mit der Redaktion der Leitlinie war das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin beauftragt. hil

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