ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2019OP-Assistenzberufe: Bundestag stimmt für einheitliche Ausbildungsregeln

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OP-Assistenzberufe: Bundestag stimmt für einheitliche Ausbildungsregeln

Dtsch Arztebl 2019; 116(46): A-2106 / B-1726 / C-1686

Maybaum, Thorsten; EB

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Die Neuerungen für OP-Assistenten sollen ab dem 1. Januar 2021 greifen. Der Bundesrat muss der Reform noch zustimmen. Foto: picture alliance/imageBROKER
Die Neuerungen für OP-Assistenten sollen ab dem 1. Januar 2021 greifen. Der Bundesrat muss der Reform noch zustimmen. Foto: picture alliance/imageBROKER

Der Bundestag hat neue Ausbildungsregeln für änästhesietechnische und operationstechnische Assistenten (ATA/OTA) verabschiedet. Union, SPD und Grüne stimmten bei Enthaltung der übrigen Fraktionen für eine Modernisierung und bundesweite Vereinheitlichung der Ausbildung. „Ein gutes Gesundheitssystem lebt von seinen hoch qualifizierten Fachkräften“, sagte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU). Dafür brauche man Ausbildungen auf der Höhe der Zeit. Die neue Ausbildung zum ATA/OTA dauert drei Jahre und besteht aus einem theoretischen Teil und praktischem Unterricht sowie einer praktischen Ausbildung an Krankenhäusern und in ambulanten Einrichtungen. Die Auszubildenden erhalten eine Vergütung und schließen mit einer staatlichen Prüfung ab. Schulgeld muss künftig nicht mehr gezahlt werden. Voraussetzung für eine solche Ausbildung ist ein mittlerer Schulabschluss oder eine mindestens zweijährige und abgeschlossene Berufsausbildung nach einem Hauptschulabschluss. Das Gesetz beinhaltet Übergangs- und Bestandsschutzregelungen für Schulen, Lehrkräfte und Auszubildende. Im Gesetz ist darüber hinaus geregelt, dass die Frist im Notfallsanitätergesetz, in der sich derzeitige Rettungsassistenten zu Notfallsanitätern weiterqualifizieren können, um drei Jahre bis 2023 verlängert wird. Ebenso beschlossen wurde eine Änderung im Anti-D-Hilfegesetz. Demnach behalten Frauen, die bei einer Immunprophylaxe in der ehemaligen DDR mit Hepatitis C infiziert wurden und deren Gesundheitszustand sich durch den medizinischen Fortschritt gebessert hat, durch die Einführung einer Bestandsschutzregelung ab 1. Januar 2020 ihre monatliche Rente. Zudem sollen auch alle Betroffenen, denen ab 2014 die Rente herabgesetzt oder entzogen wurde, auf Antrag wieder eine Rente in der Höhe erhalten, die dem Grad der Schädigung vor der Neufestsetzung entspricht. may/EB

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