ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2019Approbationsurkunden: Bundesratsinitiative zur Fälschungssicherheit

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Approbationsurkunden: Bundesratsinitiative zur Fälschungssicherheit

Maybaum, Thorsten; dpa

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Approbationsurkunden müssen aus Sicht der Ärztekammer Hessen fälschungssicher sein. Foto: peterschreiber.media/stock.adobe.com
Approbationsurkunden müssen aus Sicht der Ärztekammer Hessen fälschungssicher sein. Foto: peterschreiber.media/stock.adobe.com

Um die Fälschungssicherheit von Approbationsurkunden zu erhöhen, will Hessen eine Bundesratsinitiative starten. Das kündigte Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) kürzlich an. Man wolle die Bundesregierung auffordern zu prüfen, wie der Fälschung von Approbationsurkunden wirksam entgegengewirkt werden und eine bundeseinheitliche Regelung eingeführt werden könne, sagte er. Es brauche bundeseinheitliche Regelungen für Approbationsnachweise. Zeugnisse würden heute immer häufiger so gut gefälscht, dass sie von Originalen nicht oder so gut wie nicht unterscheidbar seien. Der Präsident der Landesärztekammer Hessen, Dr. med. Edgar Pinkowski, hatte zuvor angemahnt, dass die Voraussetzungen geschaffen werden müssten, dass Dokumente wie die ärztliche Approbationsurkunde weitgehend fälschungssicher seien. Er betonte, dass dafür nicht die Landesärztekammern zuständig seien, sondern die Approbationsbehörden als verantwortliche Stellen der Länder. Hintergrund ist der kürzlich öffentlich gewordene Fall einer 48-jährigen Frau, die über Jahre als falsche Assistenzärztin in der Anästhesie gearbeitet hatte. Dadurch sollen Patienten gestorben sein. may/dpa

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