ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2019Doris Hellerschmied: Wie Zellen mit Alltagsstress umgehen

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Doris Hellerschmied: Wie Zellen mit Alltagsstress umgehen

Dtsch Arztebl 2019; 116(46): A-2149 / B-1757 / C-1717

Spielberg, Petra

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Doris Hellerschmied, Foto: UDE
Doris Hellerschmied, Foto: UDE

Wie gehen Zellen mit Alltagsstress um, zum Beispiel mit verschmutzter Luft, beruflichem Druck oder einem grippalen Infekt? Das ist der zentrale Forschungsgegenstand von Dr. rer. nat. Doris Hellerschmied. Die 33-Jährige wurde für ihre wissenschaftliche Arbeit von der Alexander von Humboldt-Stiftung mit dem Sofja Kovalevskaja-Preis 2019 auszeichnet. Das Preisgeld in Höhe von 1,65 Millionen Euro soll in den Aufbau einer eigenen Arbeitsgruppe an der Universität Duisburg-Essen (UDE) fließen.

Hellerschmied forscht im Zentrum für Medizinische Biotechnologie der UDE. Dort will die promovierte Biochemikerin herausfinden, wie der Golgi-Apparat in Zellen auf zu starke Belastungen von außen reagiert und welche Mechanismen die Entstehung neurodegenerativer Krankheiten begünstigen. Sie hofft, durch ein molekulares Verständnis der Stressantwort eine bessere Erklärung der damit verbundenen Erkrankungen zu erreichen. „In Versuchen mit dem Golgi konnten wir bereits durch die Entfaltung von Proteinen Stress auslösen und zeigen, dass sie danach aus dem Teil der Zelle entfernt werden“, sagt die gebürtige Österreicherin. Während falsch zusammengesetzte Proteine abgebaut würden, schlössen sich nicht gefaltete unter anderem mit sogenannten Chaperonen zusammen, die die Aufgabe haben, sie bei ihrer Faltung zu unterstützen.

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Hellerschmied studierte und promovierte in Wien und arbeitete dort zunächst als Postdoc am Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie. Seit 2015 ist sie Postdoc an der Yale-Universität in New Haven (USA). Petra Spielberg

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